Aktualisiert 23.08.2005 20:28

Jugendliche gefilzt und beraubt

Er gab sich als Polizist aus, filzte Jugendliche und raubte sie aus: Gestern ist der 20-jährige J.H. zu 14 Monaten Gefängnis unbedingt verurteilt worden.

Der junge St. Galler mit brasilianischen Wurzeln schlug zweimal zu: das erste Mal an der Erlenbachstrasse und nur eine Woche später im Stadtpark. Beide Male nahm J.H. sich fast gleichaltrige Jugendliche vor, denen er vorgab, Polizist zu sein und sie nun filzen zu müssen.

Er befahl den Opfern, sich an die Wand oder an einen Baum zu stellen. Dann nahm er ihnen das Handy ab. Das war 2001, J.H. war gerade mal 16 Jahre alt. Auf die ausgeraubten Jugendlichen habe er einen unheimlichen Druck ausgeübt, sagte gestern der St. Galler Kreisrichter, vor dem sich J.H. zu verantworten hatte.

Neben der Amtsanmassung stand der heute 20-Jährige unter anderem auch wegen Drohung, Nötigung, Freiheitsberaubung und Hehlerei vor Gericht. So hat J.H. 2003 einen jungen Mann mit einer Gaspistole bedroht und ihm Handschellen angelegt.

Der Richter sprach «einen Schuldspruch auf der ganzen Linie» aus: 14 Monate unbedingt und eine Psychotherapie.

Felix Burch

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