Aktualisiert 04.02.2004 21:19

Jugendliche Hänger: Ohne Job und ohne Perspektiven

Berns Jugendarbeiter sind besorgt: Mehrere hundert Jugendliche ohne Job und Perspektive hängen täglich in der Stadt rum. Und ihre Zahl steigt ungewöhnlich stark.

Die Jugendlichen fallen in der Stadt kaum auf. Doch sie sind da, mehrere Hundert, die ohne Perspektive und in Cliquen herumhängen. «Ihre Zahl nimmt stark zu», sagt Jürg Haeberli, Leiter des Jugendamtes. «Es ist sehr schwierig, diese Jugendlichen anzusprechen.» In naher Zukunft werde es mehr Institutionen brauchen, um sie wieder in den Alltag zu integrieren. Als Gründe für den «Läckmer» nennt Haeberli etwa den Lehrstellenmangel, die erhöhten Anforderungen der Berufswelt oder Sprachprobleme. Er befürchtet, dass die Jugendlichen konsumorientiert, drogenanfällig und gewaltbereit werden.

«Die Eltern müssen wieder fit gemacht werden», sagt Wilhelm Felder, Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uni Bern. Dies sei der beste Weg, den Jugendlichen zu helfen. Denn ihre Probleme würden durch die «zu frühe Abkoppelung von den Eltern» entstehen.

Daniel Barben

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.