Jugendliche Komatrinker: Massnahmen geplant
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Jugendliche Komatrinker: Massnahmen geplant

Innerhalb von nur zwei Wochen griff die St.Galler Polizei vier besinnungslos betrunkene Jugendliche auf. Nun wird reagiert.

Ein 15-jähriges Mädchen liegt am 8. Dezember nachts auf der St.-Leonhard-Strasse. Sie hat sich übergeben und in die Hose gemacht. Ein 16-Jähriger – auch er hat erbrochen und sich die Hose vollgepinkelt – liegt in derselben Nacht auf der Kornhausstrasse.

Beide können sich nicht mehr an ihre Namen erinnern und müssen ins Spital gebracht werden. Am Samstag, 15. Dezember muss die Stapo einen 17-Jährigen, der nicht mehr ansprechbar ist, beim Bahnhof Haggen aufgreifen. Beim Broderbrunnen braucht ein schwer betrunkener Student (19) ärztliche Betreuung. Er ist trotz Minustemperaturen ohne Jacke unterwegs.

«Diese Häufung von so stark betrunkenen Jugendlichen ist aussergewöhnlich», sagt Stapo-Sprecher Benjamin Lütholf. Dabei ist Komatrinken im Winter besonders gefährlich, da Kreislaufkollaps und Kältetod drohen. Wenn ein Bewusstloser bei Minus-Temperaturen nicht gefunden werde, könne er erfrieren, gibt Lütholf zu bedenken. Aufgeschreckt durch die Zunahme an jungen Kampftrinkern, reagiert man bei der Stiftung Suchthilfe. Laut Geschäftsleiter Jürg Niggli sind für nächstes Jahr verschiedene Massnahmen geplant.

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