Sitten: Jugendliche prellen Zeche – Zug-Abo verrät sie
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SittenJugendliche prellen Zeche – Zug-Abo verrät sie

Jugendliche haben in einer Bar in Sitten die Rechnung nicht bezahlt. Der Chef stellte sie auf Facebook bloss – und sie kehrten reumütig zurück.

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Eine junge Kellnerin bemerkte am Freitagabend in Sitten, dass ihre Gäste die Rechnung von 150 Franken nicht bezahlt hatten.

Eine junge Kellnerin bemerkte am Freitagabend in Sitten, dass ihre Gäste die Rechnung von 150 Franken nicht bezahlt hatten.

Keystone/Symbolbild

Einen Burger essen, ein paar Bier trinken und dann die Zeche prellen: Diesen Plan hatte eine Gruppe Jugendliche am Freitagabend in einer Brasserie in Sitten. «Als die Kellnerin merkte, dass die Typen verschwunden waren und eine unbezahlte Rechnung von 150 Franken zurückgelassen hatten, war sie am Boden zerstört», sagt der Geschäftsführer François Mabillard.

Sie sei eine Studentin, die im Restaurant ein paar Franken dazuverdiene. Er wollte ihr das Geld nicht vom Lohn abziehen. Als die junge Frau den Tisch abräumte, erwartete sie jedoch eine weitere Überraschung. Einer der Jungs hatte sein Zug-Abonnement liegen gelassen – auf dem sein Name und seine Adresse standen.

«Wenn sie wiederkommen wollen, sind sie willkommen»

Am nächsten Tag postete Mabillard eine Nachricht auf der Facebook-Seite des Restaurants, in der er die «lieben Gäste» einlud, das Abo abzuholen und bei dieser Gelegenheit gleich die offene Rechnung zu begleichen. Sein Beitrag wurde etliche Male geteilt und kommentiert – die Internetgemeinde empörte sich heftig über die Frechheit der Jungen.

«Am Montag, kurz nachdem wir aufmacht hatten, kam ein Mann herein, im Schlepptau hatte er fünf der sechs Zechpreller. Er war der Vater von einem», so Mabillard. Die 17- bis 18-Jährigen seien ziemlich kleinlaut gewesen. «Offenbar packte sie das schlechte Gewissen, nachdem sie meine Nachricht gesehen hatten.» Der Geschäftsführer akzeptierte ihre Entschuldigung und verzichtete auf eine Anzeige. «Wenn sie wiederkommen wollen, sind sie herzlich willkommen – solange sie bezahlen.»

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