Aktualisiert 08.03.2011 21:14

Schüpfen BEJugendliche Schläger trockenlegen

Die Gemeinde Schüpfen dreht Jugendlichen den Alkohol-Hahn zu: Wirte und Behörden hoffen, dass so der Terror am Bahnhof eingedämmt werden kann.

von
nj/meo
Rössli-Wirt Edi Zurbriggen: Seine Idee wurde umgesetzt. (meo)

Rössli-Wirt Edi Zurbriggen: Seine Idee wurde umgesetzt. (meo)

Der «Schläger von Schüpfen» Igor L. sitzt in Sicherheitshaft. Doch davon lassen sich seine Kumpane nicht beeindrucken. Der Terror im Dorf geht weiter. «Die Leute wagen sich kaum noch zum Bahnhof», so eine Anwohnerin. Erst am letzten Donnerstag mussten dorthin drei Streifenwagen ausrücken, um die betrunkene Schläger-Bande zu bändigen. «Wir erhielten Meldung, dass Passanten belästigt werden», so Ursula Stauffer von der Kapo.

«Die Wirte in Schüpfen haben die Schnauze voll», sagt Rössli-Wirt Edi Zurbriggen. Gemeinsam haben sie beschlossen, den Chaoten den Alkohol-Hahn abzu­drehen: Ab sofort wird nichts mehr über die Gasse verkauft. «Im Dorf kommt man damit am Abend nicht mehr an Alkoholisches ran», so Gemeindepräsident Ueli Hunziker.

Hans R. Aeberhard, Pächter des Migrolino-Shops am Bahnhof, geht noch einen Schritt weiter: «Die betroffenen Herren erhalten bei mir jetzt per Einschreiben ein Hausverbot. Dann kann ich sie wegen Hausfriedensbruch anzeigen.» Kunden hätten angefangen, sein ­Geschäft zu meiden – der Schaden sei einfach zu gross geworden. Auch die Schüpfener Wirte erwägen diese Möglichkeit und werden deshalb gegen Ende Monat noch einmal zusammenkommen.

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