Jugendliche sollen keine Zigis mehr kaufen können
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Jugendliche sollen keine Zigis mehr kaufen können

Unter 18-Jährige sollen keine Zigis mehr bekommen. Dies verlangt der Berner Grossrat Ruedi Löffel (EVP). Zigaretten-Automaten müssten weggeräumt werden.

«Beim Tabak gibt es keinen Jugendschutz», nervt sich der Berner Grossrat Ruedi Löffel (EVP). Minderjährige dürfen – anders als bei gebrannten Wassern – Zigaretten und andere Raucherwaren legal kaufen. Das will Löffel nun ändern: In einer Motion fordert er, dass die Berner Regierung den Verkauf von Tabak an Jugendliche unter 18 Jahren verbietet. Wegräumen will er auch die Zigaretten-Automaten – ausser wenn der Verkauf an Minderjährige zum Beispiel mit Chipkarten verunmöglicht wird.

«Im Kanton Bern sterben jährlich 1000 Personen am Tabakkonsum», sagt Löffel. Studien zeigen, dass die Zahl der Raucher in den letzten zehn Jahren massiv gestiegen ist. Dies vor allem, weil immer mehr Jugendliche rauchen: Fast jeder fünfte 15-Jährige zündet sich laut Löffel mindestens einmal pro Tag einen Glimmstängel an.

«Jugendschutz und Prävention sind dringend nötig, um den steigenden Missbrauch und die Gesundheitskosten einzudämmen», sagt Löffel. Ein Verbot würde den Kanton nichts kosten und wäre eine «sehr wirkungsvolle» Massnahme. In der Schweiz können an 30 000 Automaten Glimmstängel gekauft werden.

Daniel Barben

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