Basel, Freitag und Samstag: «Jugendliche sollten sich für ihre Sache engagieren»
Aktualisiert

Basel, Freitag und Samstag«Jugendliche sollten sich für ihre Sache engagieren»

Zum vierten und letzten Mal leitet Tobit Schäfer das Jugendkulturfestival. Ein Gespräch über Routine, Veränderung und ironische Werbekampagnen.

von
Thomas Nagy

Tobit, das jetzige Team führt das Festival bereits zum vierten Mal durch. Gibt es da noch Unvorhergesehenes?

Tobit Schäfer: Natürlich gehen viele Sachen einfacher von der Hand, weil man einiges an Erfahrung sammeln konnte. Gleichzeitig entwickelt sich das Festival aber auch ständig weiter, was wiederum neue Herausforderungen zur Folge hat.

Zum Beispiel?

Die Integration neuer Freestyle-Projekte wie Kurzfilmfestival, Street-Art oder Videogames. Aber auch das ganze Thema Nachhaltigkeit wird dieses Jahr weiter ausgebaut.

Droht bei der ständig wachsenden Vielfalt nicht ein Auseinanderfallen des Festivals?

Das JKF findet im Herzen der Stadt statt. Dadurch rücken die Sparten schon allein räumlich nahe zusammen und das Ganze kommt kompakt daher. Zudem wurde das Programm durch eine Fachjury gestaltet, um zu verhindern, dass das Festival zu einer verzettelten Jekami-Veranstaltung ohne Qualitätsanspruch verkommt.

Die Werbekampagne mit Sprüchen wie «2 Tage feiern sind genug» wurde heftig diskutiert. Ist der ironische Unterton nicht genug durchgedrungen?

Ironie ist immer auch ein bisschen Glückssache. Uns war es wichtig, eine Botschaft auszusenden, die Jugendliche dazu aufruft, sich für ihre Sache zu engagieren. Und wenn darüber diskutiert wird, ist das schon mal ein erster Schritt dahin.

Wild durchmischtes Programm

Die grössten JKF-Konzerte finden auf dem Barfüs­ser- und dem Theaterplatz statt. Der heutige Freitag bietet dabei mit The Glue (A-capella, 18 Uhr, Barfi), Free Limits (Reggae, 19 Uhr, Theaterplatz) oder Das Pferd (Elektropunk, 24 Uhr, Barfi) ein ebenso wild durchmischtes Programm, wie der Samstag mit Dirk Dollar (Surf, 16 Uhr, Barfi), Amici del Rap (Rap, 17 Uhr, Theaterplatz) oder den Bitch Queens (Glamrock, 24 Uhr, Barfi). Wer sich ein Bild des aktuellen Pop-Musikschaffens der Region machen will, ist hier definitiv am richtigen Ort.

Deine Meinung