Aktualisiert 01.08.2006 19:53

Jugendliche von Drögeler mit Spritze bedroht und beraubt

Mit einer Spritze bewaffnet raubte ein Drögeler bei der Lorrainebrücke zwei 18-Jährige aus. Der Vorfall heizt den Streit um die offene Drogenszene in der Stadt an.

Die beiden jungen Männer marschierten in der Nacht auf gestern über die Lorrainebrücke, als sie von einem etwa 20-jährigen Drögeler auf Berndeutsch angesprochen wurden. Plötzlich zog der junge Mann eine Spritze hervor, fuchtelte seinen Opfern damit vor der Nase herum und forderte Bargeld von ihnen. Mit geringer Beute flüchtete der Räuber in Richtung Innenstadt. Die zwei Überfallenen hatten Glück: «Sie wurden nicht gestochen», sagt Thomas Jauch von der Berner Stadtpolizei.

SVP-Stadtrat Simon Glauser findet den jüngsten Vorfall bedenklich: «Auf der Lorrainebrücke sollte man sich auch nachts sicher fühlen.» Für Glauser ist klar: «Die Drogenszene kehrt wieder in die Innenstadt zurück.» Diese Ansicht teilt die Regierung jedoch nicht: Glausers Forderung nach härteren Massnahmen gegen Drogensüchtige liess der Gemeinderat erst vor kurzem abblitzen. «Demnächst werden wir aber mit weiteren Vorstössen nachdoppeln», sagt Glauser.

Während die SVP auf Repression setzt, wollen gassennahe Institutionen dem Problem auf andere Weise Herr werden: Sie fordern ein zweites Fixerstübli im Kanton.

Raffaela Moresi

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