Jugendlicher bei Streit im Thurgau erschossen
Aktualisiert

Jugendlicher bei Streit im Thurgau erschossen

In Kümmertshausen ist ein 19-Jähriger nach einem Streit unter Jugendlichen durch einen Schuss schwer verletzt worden. Er starb später im Spital. Den Revolver brachte der Vater eines Jugendlichen an den Tatort.

Hintergrund der Schussabgabe scheint nach ersten Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau ein Bagatellkonflikt gewesen zu sein, an dem Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region beteiligt gewesen waren. Sechs Personen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren trafen sich deswegen am Sonntagabend auf dem Vorplatz des Schulhauses in Kümmertshausen.

Bevor eine Aussprache möglich war, traf der Vater eines der Beteiligten ein, der vom Sohn telefonisch um Beistand gebeten worden war. Dieser - ein 45-jähriger Schweizer - führte einen Revolver mit sich. Kurz nach seinem Erscheinen fiel um 20.30 Uhr aus dieser Waffe ein Schuss, der einen 19-jährigen Schweizer am Kopf schwer verletzte. Der Schussabgabe sei ein verbaler Streit zwischen den beiden Personen vorausgegangen.

Vor Ort wurde der Schwerverletzte durch ein Ambulanzteam versorgt und danach mit der Rega ins Kantonsspital St. Gallen geflogen. Dort erlag er später seinen Verletzungen.

Waffe sicher gestellt

Wie genau die Tat abgelaufen ist, sei noch nicht geklärt, sagte Ernst Vogelsanger, Pressesprecher der Thurgauer Kantonspolizei, auf Anfrage. Die Polizei konnte später eine Waffe sicher stellen, ob es sich um die Tatwaffe handelt, wird zurzeit noch geklärt. Der mutmassliche Täter war nach der Tat nach Hause gegangen.

Der 45-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft. Er hat zugegeben, die Waffe, die er vor Jahren legal erworben habe, mit an den Tatort gebracht zu haben. Als der Schuss fiel, hielt er den Revolver in der Hand. Nähere Angaben zu den Beteiligten wollte die Polizei nicht machen.

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