Jugendskilager: Absurde Vorwürfe an Calmy-Rey
Aktualisiert

Jugendskilager: Absurde Vorwürfe an Calmy-Rey

Die Bergbahnen Lenk schiessen scharf gegen Micheline Calmy-Rey. Die Bundespräsidentin habe das 66. Jugendskilager gestern nicht eröffnen wollen, weil fast nur Schweizer Kinder mitmachen.

«Typisch SP-Politiker», nervt sich Matthias Kurt von den Bergbahnen Lenk. «Wenn sie kalte Füsse bekommen könnten, passen sie.» In den letzten 15 Jahren wurde das Jugendskilager in der Lenk meist vom Bundespräsidenten eröffnet. Doch sowohl Micheline Calmy-Rey als auch ihr Vorgänger Moritz Leuenberger passten.

«Für Calmy-Rey nehmen wohl zu wenig Kinder mit Namen auf -ic teil», schreibt Kurt. Der sich demonstrativ urban und mehrbesser gebenden SP-Bundespräsidentin sei die rückständige, bergige Provinz nicht gut genug, so der Berner Alt-SVP-Grossrat. Skilager-Organisator Swiss-Ski beschwichtigt: «Dass jedes Jahr der Bundespräsident kommt, können wir nicht erwarten», sagt Sprecher Hans Bigler.

Auch im Bundeshaus weist man die Vorwürfe zurück: «Der Bundesrat war der Ansicht, es sei keine Tradition, dass der Bundespräsident das Jugendskilager eröffnet», so EDA-Pressesprecher Jean-Philippe Jeanneret. Die Aussagen von Kurt will er nicht kommentieren.

Lorenz Hanselmann

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