Aktualisiert 07.11.2013 16:34

«Liebes Tagebuch»

Jugendsünden als Bühnenshow

Mit dem Tagebuch auf die Bühne: Am ersten Diary-Slam breiten Berner ihre Teenagerzeit vor dem Publikum aus.

von
Thomas Kohler
Diary Slam-Initiator Daniel Kölliker mit seinem Tagebuch auf der Bühne des ONO.

Diary Slam-Initiator Daniel Kölliker mit seinem Tagebuch auf der Bühne des ONO.

Seelenstriptease auf der Bühne: Das Kulturlokal Ono bringt den Trend aus New York nach Bern.

Die ersten Vortragenden haben sich bereits für die schweizweit erste Diary-Slam-Serie angemeldet und wollen dem Publikum tiefe Einblicke in ihre Jugendzeit gewähren. «Sei es der erste Kuss oder der erste Liebeskummer – Ziel ist es, das Publikum während 10 Minuten mit möglichst witzigen Stories zu unterhalten», sagt Initiator Daniel Kölliker.

Frauen sind mutiger

Angst vor Hemmungen der Tagebuch-Autoren hat er nicht: «Ich bin überzeugt, dass die Berner genau so offen sind wie die Leute in New York.» Zudem sei es in der Zeit von Facebook und Twitter sowieso alltäglich, Persönliches Preis zu geben.

In der Tat: Gerade die Bernerinnen scheinen ihre intimen Erinnerungen gerne teilen zu wollen – für die erste Ausgabe des Diary-Slam haben sich fünf Frauen angemeldet: «Vielleicht schreiben Frauen einfach mehr Tagebücher als Männer», versucht Kölliker das Phänomen zu erklären.

Eine der mutigen Fünf ist Miriam Lenz: «Ich war schockiert, wie viele Knutschgeschichten in meinen Tagebüchern vorkommen – wahrscheinlich muss ich vor meinem Auftritt noch einige Namen ändern.» Bis am 8. Januar 2014 bleibt ihr dafür noch Zeit.

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