Aktualisiert 08.03.2004 22:24

Jugendtreff A-Zone droht das frühe Aus

Der Jugendtreffpunkt A-Zone in Kleinhüningen steht vor dem Aus: Finden sich keine Geldgeber, wird der Betrieb Ende Mai geschlossen.

Der 27-jährige Kroate Aladin Pecenkovic kämpft für seinen Jugendtreffpunkt in Kleinhüningen. Mit privaten 80 000 Franken hatte er im Oktober 2003 an der Klybeckstrasse 240 in seinem Filmverleih-Geschäft 15 Computer installiert. «Ich wollte den Kids eine Alternative zu Spielsalons oder zum Kiffen bieten», sagt Pecenkovic, der tagsüber als Informatiker arbeitet. Zwischen 17 und 22 Uhr lehrt er den Jugendlichen im Quartier den Umgang mit Computern.

Laut Pecenkovic kommen jeden Abend etwa 25 Junge zum Surfen und Spielen. Beispielsweise der 18-jährige Giacomo Poppa: «Ich hab kein Internet daheim. Und fünf Stutz die Stunde ist sieben Franken günstiger als in der Stadt.» Pecenkovic unterstreicht: «Wir sind zwar multinational, aber wir fühlen uns als Basler.» Nebst dem Erhalt des Computer-Treffpunkts in Kleinhüningen wollte Pecenkovic auch eine Filiale in Muttenz eröffnen, fand aber bei Banken und Behörden kein Gehör. Warum für dieses Projekt kein Geld vorhanden sein sollte, ist für ihn unverständlich: «Dabei wird immer beklagt, dass nichts für die Jugend getan wird», so Pecenkovic.

(lvi)

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