Juhnke erneut aus dem Rollstuhl gestürzt
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Juhnke erneut aus dem Rollstuhl gestürzt

Nach einem erneuten Sturz aus dem Rollstuhl ist der demenzkranke Schauspieler Harald Juhnke im Krankenhaus behandelt worden.

Familienanwalt Nicolai Siddig bestätigte am Dienstag in Berlin einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung. Dem Entertainer sei jedoch nichts passiert: Der Vorfall sei «absolut harmlos» gewesen, sagte Siddig der Nachrichtenagentur AP.

Der 74-Jährige, der in einem Pflegeheim bei Berlin untergebracht ist, war bereits vor anderthalb Wochen aus dem Rollstuhl gekippt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Laut «Bild» wurde er dieses Mal nach einer dreistündigen Kontrolluntersuchung wieder entlassen. Juhnkes Sohn Peer bezeichnete den Zustand seines Vaters in «Bild» als ernst. Er sagte dem Blatt: «Die Krankheit meines Vaters ist weit fortgeschritten.»

Unterdessen richtete Harald Juhnkes frühere Lebensgefährtin Chariklia Baxevanos schwere Vorwürfe an Ehefrau Susanne Juhnke. Die Berliner Schauspielerin warf ihr in einem Interview der Zeitschrift «Neue Revue» vor, die Ehefrau habe ihn nicht beschützt. Sie hätte ihren Mann vor dem letzten, folgenschweren Alkohol-Absturz im Juli 2000 bewahren können. «Jeder, der Harald etwas näher kannte, wusste, wie gross seine Angst vor den ersten Drehtagen oder Premieren war. In solchen Situationen durfte man ihn einfach nicht alleine lassen. Seine Absturztour war vorprogrammiert», sagte Baxevanos.

Sie fügte hinzu, falls Susanne Juhnke damals wirklich keine Zeit gehabt habe, dann hätte sie jemanden für ihren Mann organisieren können. «Oder wo war zum Beispiel ihr Sohn Oliver?», fragte Baxevanos. Auch hätte die Familie den Demenzkranken länger betreuen können, meinte die Schauspielerin. In seiner Villa habe es drei Salons gegeben. «Da hätte ich doch einfach einen Salon ausgeräumt. Dass Harald später nicht mehr zu betreuen war, das ist allerdings klar.» Der Fernsehstar habe immer «Wärme, Geborgenheit, ein Nest, eine Anlaufstelle» gebraucht, «das alles hat er jetzt nicht mehr», sagte die frühere Freundin.

Baxevanos warf Susanne Juhnke auch vor, auf Kosten Harald Juhnkes ein luxuriöses Leben geführt zu haben. «Harald hat oft mir mir telefoniert oder war sogar bei mir und hat mir sein Leid geklagt, dass mal wieder so auf die schnelle 150.000 Mark - für was darf ich leider aus juristischen Gründen nicht sagen - verbraucht wurden.» Baxevanos sagte, Susanne Juhnke habe sich eine Wohnung in Paris für 7.000 Mark Miete im Monat geleistet und die neuesten Chanel-Kostüme getragen.» (dapd)

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