Aktualisiert 20.01.2016 15:50

Nissan

Juke wird zur 218 PS starken Schneefräse

Nissan zeigt Humor: Mit dem Juke Nismo RSnow hat der Hersteller einen Crossover der besonderen Art auf die Räder oder besser gesagt Ketten gestellt.

von
Nina Vetterli

Zunächst rattert es. Vibriert als sässe man auf einer Waschmaschine. Dann beschleunigt das Gefährt auf über 60 km/h, gleitet mit einem lauten Heulen über die tiefgefrorene Ebene und wirbelt dabei eine Menge Schnee auf. Jetzt bloss keine unerwarteten Hindernisse, bitte – der Bremsweg ist lang und die Lenkung schwergängig.

Aber Tiefschnee von bis zu 50 Zentimetern? Dank der grossen Aufstandsfläche des Kettenantriebs kein Problem! Und sollen sie doch blöd gucken, die Schaulustigen am Pistenrand, die sich wahrscheinlich fragen, was das sein soll: Ein Yeti-Mobil? Ein Schneepanzer fürs WEF? Das neuste Spielzeug für gelangweilte Jet Setter? Weit gefehlt. Das, was Nissan nebst anderen 4x4-Modellen zum Wintertraining ins Engadin mitgebracht hat, ist ein normaler Juke Nismo RS. Na ja, fast normal.

Kettenantrieb von US-Spezialisten entwickelt

Der Umbau zum RSnow ist relativ simpel: Räder entfernen, den 370 Kilo schweren, vom US-Spezialisten American Track Truck entwickelte Kettenantrieb auf die Naben montieren, Stossfänger und Seitenschweller etwas kürzen und die 4x4-Steuerung umprogrammieren – fertig ist die 218 PS starke Schneefräse. Bei Interesse melden, heisst es seitens Nissan.

Aber machen wir uns nichts vor: Umbau und Homologation kosten rund 25'000 Franken – die 32'990 Franken für den Juke Nismo RS. exklusive –, und auf trockener Fahrbahn ist der RSnow nicht zu gebrauchen. Sofern sich unter den Schaulustigen kein gelangweilter Jet Setter auf der Suche nach einem neuen Spielzeug befand, dürfte es also bei einem Einzelstück bleiben.

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