Aktualisiert 13.10.2015 08:23

Miss Schweiz

Julia Egli kämpft um jede Stimme

Neu wählen die TV-Zuschauer und nicht eine Jury die Miss Schweiz. Für die Ostschweizer Kandidatin Julia Egli heisst es deshalb: Wahlkampf betreiben.

von
mlü

«Für meinen Missen-Wahlkampf habe ich extra Facebook-, Instagram und Snapchat-Accounts eingerichtet», sagt Julia Egli. Vor allem via Snapchat versuche sie ihren Followern einen Einblick in ihren Tagesablauf zu geben. So snapte sie etwa am Freitag ein Bild von ihrem Frühstück. Am Sonntag teilte sie um 23.51 Uhr mit: «Endlich Feierabend», und das Licht im Atelier in Luzern ging aus. «So sollen mich meine potentiellen Wähler besser kennenlernen können», sagt Egli.

Die 21-jährige Niederhelfenschwilerin ist eine der zwölf Anwärterinnen auf die diesjährige Miss-Schweiz-Krone, die am 7. November in Basel vergeben wird. Von den 20-Minuten-Lesern wurde sie in einem Voting auf Platz 2 gewählt. «Ich war ziemlich überrascht, habe mich aber sehr darüber gefreut.» Es habe ihr für die Wahl einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben.

«Ich will niemanden nerven»

Zurzeit studiert Egli Innenarchitektur in Horw bei Luzern. Auch ihre Kommilitoninnen unterstützen sie im Wahlkampf. «Mich sprechen täglich andere Studenten an. Sie wollen Autogrammkarten von mir, die sie anschliessend an ihre Freunde verteilen», sagt Egli.

Doch Egli geht auch selbst immer wieder aktiv auf die Leute zu, um für sich Werbung zu machen. «Ich mache nicht so viele Selfies wie die anderen Kandidaten. Ich schiesse lieber Fotos mit Personen, die ich auf der Strasse treffe.» Dieses Wochenende etwa war sie in Luzern unterwegs und suchte den Kontakt zu ihren potentiellen «Wählern». «Ich spreche Personen an, mache Fotos, gebe Auskunft und verteile meine Autogrammkarten», so Egli. Sie wolle aber auch nicht zu aufdringlich sein und Menschen, die sich nicht für die Miss-Wahl interessieren, nerven. «Es ist stets eine Gratwanderung.»

Die erste von vier Pre-Shows wurde diesen Sonntag ausgestrahlt. In dieser ging es etwa darum, sich im Kommunikationstraining mit TeleBasel-Moderator Jean-Christophe Nigon möglichst gut zu verkaufen. Auf die nächste Sendung darf man bereits gespannt sein, wie Egli verrät: «Wir mussten ein Video drehen. Es wird ziemlich crazy.»

Fehler gefunden?Jetzt melden.