15.09.2020 18:48

Versicherungsbetrug in Slowenien Julija Adlesic (22) schneidet sich extra ihre Hand ab

Eine 22-jährige Frau wollte mit einem Versicherungsbetrug rund eine halbe Million Euro erschleichen. Nun wurde die Slowenin verurteilt.

von
Lena Ogi

Ein missglückter Versicherungsbetrug: Julija Adlesic wurde nun zu zwei Jahren Haft verurteilt .

Es war eine Tat, welche ein ganzes Land in Aufruhr versetzte: Eine 22-jährige Frau wurde 2019 in Slowenien verhaftet, nachdem sie mit einer abgetrennten Hand in ein Spital gegangen war. Sie selbst behauptete, dass der Unfall bei der Gartenarbeit passiert sei. Erst später wurde klar, dass sich Adlesic ihre Hand bewusst abgeschnitten hatte, um Geld von der Versicherung zu kriegen.

Bei der Ankunft im Spital war die abgetrennte Hand nicht dabei. Das Gericht befand, dass sie und ihr Freund die Hand extra abgeschnitten und zurückgelassen hatten, um sicherzustellen, dass die Verletzung dauerhaft sei. Tage zuvor hatten die beiden im Internet nach künstlichen Händen gesucht. Ein weiteres Indiz für die Staatsanwälte, dass die Verletzung ein bewusster Entscheid und kein Unfall war.

Nun drohen ihr zwei Jahre Gefängnis

Nun drohen Adlesic zwei Jahre Gefängnis , während ihr Freund zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Auch der Vater des Freundes der 22-Jährigen wurde zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Während des ganzen Gerichtsprozesses bestritt sie, die Hand bewusst abgeschnitten zu haben. Hätte die Staatsanwaltschaft keine Beweise gefunden und die betrügerische Klage wäre erfolgreich gewesen, hätte Julija Adlesic rund eine halbe Million Euro als Pauschalbetrag und monatliche Raten erhalten.

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