Julius Bär-Aktionäre können mit Rückkaufprogramm rechnen
Aktualisiert

Julius Bär-Aktionäre können mit Rückkaufprogramm rechnen

Der erwartete und heute angekündigte Börsengang des US-Asset-Management-Geschäfts der Bank Julius Bär könnte sich für Anleger lohnen.

Nach Ansicht von Analysten dürften die Bär-Aktionäre einen warmen Regen in Form zusätzlicher Aktienrückkäufe erwarten.

Zwar erscheine der Zeitpunkt der Ankündigung angesichts des anspruchsvollen Marktumfeldes etwas merkwürdig, erklärte am Mittwoch die Bankenanalystin Claudia Meier der Bank Vontobel. Bär könnte aber mit einem Erlös von 1,6 Mrd. Franken oder etwas mehr rechnen, wenn alles glatt geht.

Alle oder nur Teil der Aktien platzieren?

Andere Analysten sehen der Wert der Firma noch höher, während etwa Helvea-Analyst Peter Thorne die für Bär möglichen Einnahmen auf 1,5 Mrd. Franken schätzt. Denkbar ist nach Ansicht von Analysten aber auch, dass Bär nur einem Teil der Aktien im Publikum platziert.

Zwar würde der Gewinnbeitrag des US-Geschäfts für die Bär Gruppe nach dem Börsengang ganz oder teilweise wegfallen, aber der Erlös des Börsengangs wird wohl, wenn Bär nicht Gelegenheit für eine Übernahme findet, in Form von Aktienkäufen an die Anteilseigner fliessen. Bär könnte bis zu 13 Prozent der eigenen Aktien zurückkaufen, schätzte Javier Lodeiro von Sal Oppenheim.

Im April will Bär, wenn die Aktionäre dem zustimmen, ein bis 2010 laufendes Rückkaufprogramm im Volumen von rund 2 Mrd. Fr. auflegen. Der Börsengang in den USA soll im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. (scc)

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