Aktualisiert 30.06.2009 18:46

BankenbrancheJulius Bär soll aufgespalten werden

Die Aktionäre der Julius Bär Holding haben den Weg für die Aufspaltung der Bankengruppe geebnet. An der ausserordentlich einberufenen Generalversammlung in Zürich folgten sie in allen Punkten den Vorschlägen des Verwaltungsrates.

Widerstand gegen die Trennung des Private Banking vom Asset Management gab es unter dem Aktionariat nicht. Noch ausstehend ist die Zustimmung der Aufsichtsbehörden. Geht alles nach Fahrplan, soll die Transaktion bereits per 1. Oktober abgeschlossen werden.

Zunächst wird die Julius Bär Gruppe AG als Tochtergesellschaft der Julius Bär Holding AG gegründet, worauf in der Folge das Privatkundengeschäft sowie ergänzende Geschäftsbereiche in das neue Institut eingebracht werden. Nach diesem Transfer werden die Aktien der Julius Bär Gruppe AG den Aktionären in Form einer Sachdividende zugeteilt.

Das bestehende Asset Management-Geschäft verbleibt bei der Julius Bär Holding AG, die ihren Namen per Abschluss der Transaktion in GAM Holding AG ändert. Somit hält jeder Aktionär nach der Trennung des Konzerns zwei Aktien: Eine der Julius Bär Gruppe AG und eine der GAM Holding AG.

Julius Bär dürfte im SMI verbleiben

Alles beim Alten bleibt beim Management. Weiterhin wird Boris Collardi als CEO bei der Bank Julius Bär die Fäden ziehen. Als Finanzchef fungiert Dieter Enkelmann, Verwaltungsratspräsident bleibt Raymond Bär.

Die Führung der GAM Holding übernimmt der bisherige GAM-CEO David Solo, Verwaltungsratspräsident wird Hans de Gier.

Beide Unternehmen bleiben an der SIX Swiss Exchange kotiert. Dabei geht die Bankführung davon aus, dass die Valoren der Julius Bär Group im Blue-Chip-Index SMI verbleiben, während die Aktien der GAM Holding im SLI gehandelt werden dürften. (sda)

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