Junge CVP Genf posiert nackt
Aktualisiert

Junge CVP Genf posiert nackt

Nach Sportlern und Bäuerinnen tun es jetzt auch Politiker: Sie lassen sich für einen Kalender nackt fotografieren.

«Wir wollen damit zeigen, dass die CVP keine tote Partei ist», sagte Marie Holdener von der Jungen CVP Genf zu einem Bericht der Zeitung «Tribune de Genève». So posiert auch Holdener selbst auf einem Kalenderbild nackt mit einer Packung Antibabypillen im Mund und fordert deren Bezahlung durch die Krankenkasse. Auf einem anderen Kalenderblatt ist ein anderes JCVP-Mitglied mit einem Joint und einem Weinglas in der Hand zu sehen. «Cannabis: Keine Heuchelei!», heisst die politische Botschaft dazu. Der Vizepräsident selbst zeigt sich nackt inmitten von Ballons in den Farben Europas und fragt sich, ob er «alleine gegen alle» ist.

Der Kalender erscheint in einer Auflage von 500 Exemplaren und kostet 20 Franken. «Sollte er sich gut verkaufen, werden wir weitere Exemplare drucken», erklärt Holdener. Der Verkaufsgewinn fliesst in die Kasse der Jungen CVP Genf.

Und was sagt die Mutterpartei zu diesem provokativen Kalender? «Wir wünschen der Jungen CVP Genf einen Verkaufsschlager», so CVP-Generalsekretär Reto Nause. Die Themensetzung und die Aufmachung sei zwar aussergewöhnlich – Grenzen würden aber keine überschritten. Nause: «Die Jungen haben andere Themen und Meinungen, was aber keinen Affront bedeutet.»

Cornelia Stauffer

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