Junge demonstrierten für mehr öffentlichen Freiraum
Aktualisiert

Junge demonstrierten für mehr öffentlichen Freiraum

Junge Erwachsene haben am Samstag in der Innenstadt für mehr Kultur und Grünflächen im Raum Basel demonstriert.

«Es hat in Basel zu wenig öffentlichen Platz für spontane Events», sagt die Studentin Camille Scheidegger (22). Zusammen mit rund 50 Gleichgesinnten aus dem Leimental marschierte sie am Samstag durch die Innenstadt. «Der Protestmarsch soll die Intialzündung für eine grosse Bewegung sein», erklärte Organisator Lasse Wallquist (24).

Die neue Gesellschaft für Kultur und Grün im Raum Basel (GGKB) fordert neben einem liberalen Umgang mit Strassenmusik und einer liberalen Bewilligungspraxis bei Openairs auch ein Weiterbestehen des Sommercasinos. «Wir können sonst ja nirgends mehr hin», beklagt sich Wallquist und hofft auf möglichst viele E-mails für die geplante neue Jugendbewegung. (lvi)

ggkb@isweyher.ch

Braucht Basel mehr Platz für die Jugend?

Lisa Lang (17), Kaiseraugst:

Mit dem Sommercasino ist ein wichtiger Platz in Basel weggefallen. Da bleiben nur noch die Kuppel oder das Modus in Liestal, aber dort hat es kaum Platz. Man könnte doch einen Jugendtreff am Rhein definieren.

Christoph Pardey (43), Basel:

Eine Frage der Haltung: Es kommt nicht auf den Ort an, ob man es lustig hat. Trotzdem: Die sensiblen Anwohner verhindern viel. Ich würde ein Recht auf Reklamation innerhalb des City-Rings verbieten.

Benedikt Meyer (24), Basel:

Platz hat es doch genug, allein so etwas wie das Rheinbord gibt es in Europa kaum. Für die Anwohner hab ich nur begrenztes Verständnis: Wer am Puls der Stadt wohnt, darf sich nicht wundern – er schlägt.

Melissa Christ (16), Basel:

Eigentlich hätte es genug Platz in der Stadt. Aber überall stört man die Anwohner. Nirgends kann man mal Musik laufen lassen oder Gitarre spielen. Und am Rhein ist es zu eng – und es hat zu viele Scherben.

Jak Meyer (23), Basel:

Genügend Platz hat es wohl für die Jungen. Aber an Grünflächen fehlt es in der ganzen Stadt, vor allem am Rhein. Denn verglichen mit dem Rheinbord sind die Parks in Basel keine Alternativen.

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