Aktualisiert 21.11.2017 15:54

Riesiges StellengesuchJunge Frau sucht KV-Job per Plakat im HB Zürich

Seit Juni hat sie sich erfolglos beworben, nun geht eine 29-Jährige neue Wege: Sie bewirbt sich per Plakat im Zürcher Hauptbahnhof um eine neue KV-Stelle.

von
ish
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Neue Wege bei der Jobsuche.

Neue Wege bei der Jobsuche.

Dominic Benz
Eine 29-Jährige probiert es mit Plakaten am Zürcher Hauptbahnhof.

Eine 29-Jährige probiert es mit Plakaten am Zürcher Hauptbahnhof.

Leserreporter
Die Suche nach Bürostellen im Raum Zürich kann langwierig sein. Je nach Branche und Profil gibt es bis zu 200 Bewerbungen auf eine offene Stelle.

Die Suche nach Bürostellen im Raum Zürich kann langwierig sein. Je nach Branche und Profil gibt es bis zu 200 Bewerbungen auf eine offene Stelle.

A9999/_fabian Sommer

Seit dieser Woche hängen drei neue Plakate im Zürcher Hauptbahnhof: «Arbeitgeber Wanted!», steht dort in Grossbuchstaben. «Eidgenössisch diplomierte Kauffrau sucht neue Herausforderung.» Rund 1000 Franken hat die 29-jährige V.Z.* für das spezielle Stellengesuch nach eigenen Angaben ausgegeben, ihre Familie hat sie dabei unterstützt, wie sie zu 20 Minuten sagt. Ihr Ziel: Sie will möglichst schnell eine neue Stelle finden. «Mit den Plakaten will ich mich von der Masse abheben –und hoffe so auf grössere Chancen.»

«Mein Angebot: Herzblut für den Beruf der Kauffrau», heisst es auf dem Plakat. «Meine Anforderung: Abwechslungsreiche, verantwortungsvolle Aufgabe.» Seit Juni ist die Zürcherin auf Stellensuche und hat sich auf normalen Weg rund 70-mal beworben. Bislang ohne Erfolg.

100 bis 200 Bewerbungen auf eine Stelle

Die Zahl der Bewerber auf eine freie KV-Stelle schwanke je nach Anforderungsprofil und Branche, sagt Irene Tschopp. «Nicht selten können auf eine offene Stelle 100 bis 200 Dossiers eingehen», sagt die Sprecherin des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich.

Ein Inserat im Zürcher Hauptbahnhof gibt es laut Posterdirect.ch

für sieben Tage für 319 Franken. Die Preise schwanken jedoch je nach genauem Ort oder Last-Minute-Rabatt. Auf ihr Plakat, das seit Montag hängt, hat V.Z. bislang noch keine Anfrage von einem möglichen neuen Arbeitgeber erhalten. Dafür hat sie eine spezielle Internet-Adresse eingerichtet.

Trotz öffentlicher Bewerbung will die 29-Jährige ihre Privatsphäre wahren. Und sich dennoch als Person präsentieren. «Deswegen habe ich zwar ein Foto von mir mit auf dem Plakat, aber nur ein angeschnittenes.»

Am Montag habe sie neben ihrem Poster gestanden, um zu schauen, wie die Leute reagierten. «Sie schauen interessiert, es wirkt», so V.Z. Die drei Plakate hängen noch die ganze Woche im Zürcher Hauptbahnhof.

* Name der Redaktion bekannt

Am Dienstag beginnt die Berufsmesse Zürich, auf der unter anderem in einer Sonderschau «Berufswelten der Zukunft» neue Technologien vorgestellt werden. Die Messe geht über fünf Tage. ish

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