Stadt Zürich: Junge Grüne fordern eine dritte Limmat-Badi
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Stadt ZürichJunge Grüne fordern eine dritte Limmat-Badi

Ein «dritter Letten» und Stufenpromenaden am Limmatquai: Das schwebt den Jungen Grünen vor. Würde damit auch am Badeverbot in Teilen des Flusses gerüttelt?

von
rom
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Kein Platz frei: So kennt man den Oberen Letten an schönen Sommertagen ...

Kein Platz frei: So kennt man den Oberen Letten an schönen Sommertagen ...

Keystone/Walter Bieri
... auch der Untere Letten ist oft überfüllt.

... auch der Untere Letten ist oft überfüllt.

Keystone/Ennio Leanza
Darum fordern die Jungen Grünen nun eine dritte Flussbadi in diesem Gebiet. Eine Möglichkeit sähe Gemeinderat Marcel Bührig bei der Stufenpromenade Wipkingerpark.

Darum fordern die Jungen Grünen nun eine dritte Flussbadi in diesem Gebiet. Eine Möglichkeit sähe Gemeinderat Marcel Bührig bei der Stufenpromenade Wipkingerpark.

Keystone/Gaetan Bally

Mit den Badis am Oberen und Unteren Letten ist es so eine Sache. Man mag sie ja grundsätzlich. Wenn nur nicht die vielen Leute wären. Entspannung brächte da ein «dritter Letten», wie die Jungen Grünen in einer Mitteilung schreiben.

Aus diesem Grund haben sie im Stadtparlament zwei Vorstösse eingereicht, die eine weitere Flussbadi und einen besseren Zugang zum Ufer am Limmatquai fordern. «Der Druck auf die Erholungszonen entlang der Gewässer hat in den letzten Jahren stark zugenommen, deshalb braucht es mehr Möglichkeiten», sagt Marcel Bührig, Gemeinderat der Jungen Grünen.

Beim Wipkingerpark?

Als Standort für eine weitere Flussbadi sähe er etwa den Wipkingerpark, wo es heute schon eine beliebte Stufenpromenade in die Limmat gibt. «Mit Garderoben, einem minimalen Gastroangebot und einem Bademeister liesse sich hier relativ einfach eine Badi realisieren», sagt Bührig. Man habe aber in der Motion bewusst keinen Ort vorgeschlagen. Der Stadtrat und die Experten wüssten am besten, wo es passen würde.

Am Limmatquai wiederum sollen zwischen Helmhaus und Central Stufenpromenaden entstehen – ähnlich wie beim Wipkingerpark. «Heute ist der Zugang zum Ufer nur zwischen Helmhaus und Bellevue zum Teil möglich», sagt Bührig. «Dabei wäre es auch im unteren Teil herrlich, sich an den Fluss setzen zu können.»

Gerade im Wipkingerpark dienen die Stufenpromenaden aber auch als Einstieg in den Fluss zum Schwimmen. Nur: An der Limmat zwischen Bellevue und Oberem Letten gilt ein Badeverbot. Dieses wollten die Jungen Grünen vor einigen Jahren aufheben lassen – das Parlament sagte jedoch Nein dazu.

«Touristischer Klamauk»

Bührig sieht das nicht als Problem: «Schon heute existieren ein paar Stufenpromenaden am oberen Limmatquai und selten steigt jemand ins Wasser.» Eine Möglichkeit wären Verbotsschilder – oder aber das Badeverbot fällt. Denn dieses gilt wegen der Limmat-Schifffahrt, und dazu sagt Bührig: «Die könnte man locker einstellen. Es handelt sich primär um touristischen Klamauk.»

Bührig geht selber am liebsten im Zürichsee baden. Schmunzelnd fügt er deshalb an: «Die Forderung nach einem dritten Letten ist komplett unegoistisch.»

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