Interview: Junge Kampftrinker stark gefährdet
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InterviewJunge Kampftrinker stark gefährdet

Was geschieht mit jungen Kampftrinkern im Spital? Dr. Georg Schulthess, leitender Arzt der Notfallstation des Zürcher Unispitals, nimmt Stellung.

Was machen Sie mit Jugendlichen, die wegen Alkoholexzessen eingeliefert werden?

Schulthess: Wir setzen eine Infusion und lassen sie ausnüchtern. Untersucht wird der Patient zudem auch auf allfällige Verletzungen.

Welche Risiken gehen solche Kampftrinker ein?

Schulthess: Sie gehen die Gefahr einer Alkoholabhängigkeit ein, was zu Hirn- oder Leberschäden führen kann. Gerade für Jugendliche ist Alkohol eine gefährliche Suchtsubstanz, da sie dieser gegenüber hilfloser sind als Erwachsene.

Was raten Sie Jugendlichen nach der Ausnüchterung?

Schulthess: Wir erklären ihnen, dass Alkoholexzesse nichts Gescheites sind. Oft lernen Jugendliche etwas aus dem Vorfall, da es doch beeindruckend ist, im Spital zu erwachen.

Cornelia Stauffer

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