Aktualisiert 08.03.2011 06:58

MexikoJunge Polizistin sucht Asyl in den USA

Eine junge mexikanische Polizeichefin, die nach anhaltenden Morddrohungen in die USA floh, ist jetzt offiziell entlassen worden.

Nach knapp viereinhalb Monaten im Amt gibt Marisol Valles auf. (Bild: AP/Raymundo Ruiz)

Nach knapp viereinhalb Monaten im Amt gibt Marisol Valles auf. (Bild: AP/Raymundo Ruiz)

Die Polizeichefin werde abgesetzt, erklärten die Behörden der Kleinstadt Práxedis Guadalupe Guerrero im Norden Mexikos am Montag. Ein Verwandter von Valles hatte der Nachrichtenagentur AFP gesagt, die junge Frau habe Morddrohungen einer kriminellen Gruppe erhalten. Die 20-jährige Marisol Valles hatte vergangene Woche Asyl in den USA beantragt.

Die Lokalregierung erklärte, von den Drohungen nichts gewusst zu haben. Die Studentin Marisol Valles hatte den Job im Oktober angenommen.

Die 10 000-Einwohner-Stadt Práxedis Guadalupe Guerrero liegt nahe der Grenze zu den USA im Bundesstaat Chihuahua, der besonders stark von Drogengewalt betroffen ist. Im Juni wurden der Bürgermeister der Stadt und dessen Sohn getötet, auch mehrere Polizisten wurden umgebracht. (sda)

18 Tote bei Schießereien im Nordosten Mexikos

Bei Schießereien zwischen rivalisierenden Banden sind im Nordosten Mexikos 18 Menschen ums Leben gekommen. Die Gewalttat habe sich am Montag in der Stadt Abasolo ereignet, teilte die Regierung des Staates Tamaulipas in einer kurzen Stellungnahme mit. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

In Tamaulipas bekämpfen sich die beiden rivalisierenden Drogenkartelle Zeta und Golf. Erst Mitte Februar waren 18 Menschen bei Kämpfen in der nahe gelegenen Stadt Padilla getötet worden. (ap)

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