Junge Schweizer: EU ist kein Thema
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Junge Schweizer: EU ist kein Thema

Die Ausschaffung krimineller Asylbewerber, Steuersenkungen und staatlich finanzierte Krippenplätze: Dies fordern
die meisten Jugendlichen. Kaum auf Interesse stossen die Themen Umwelt und EU-Beitritt.

87% der Schweizer Jugendlichen zwischen 18 und 35 Jahren wollen, dass straffällige Asylbewerber des Landes verwiesen werden, wie eine Umfrage im Auftrag der «Weltwoche» zeigt. 78% halten es aber auch für richtig, wenn der Staat mehr für die soziale Sicherheit im Alter tut. Drei Viertel sind auch dafür, dass er mehr Kinderkrippen finanziert. Parallel dazu sprechen sich aber 59% für Steuersenkungen aus. 71% sind zudem gegen eine Verteuerung des Autofahrens.

Gespalten zeigen sich die Jungen beim EU-Beitritt und bei der automatischen Einbürgerung von Ausländern der zweiten Generation: Rund 45% würden jetzt «voll» oder «eher» der EU beitreten, die automatische Einbürgerung wird von 49% «voll» oder «eher» befürwortet. Als dringendste Probleme der Schweiz betrachten die meisten Jugendlichen die wirtschaftliche Lage, die soziale Sicherheit und die Situation in der Asylpolitik. Der EU-Beitritt, die Umwelt und das Bildungswesen liegen nur je 5% am Herzen. «Die Jungen sind pragmatisch, nicht klar zwischen links und rechts gespalten, aber durchaus politisch», fasst Lukas Golder vom Forschungsinstitut GFS Bern die Resultate zusammen.

(csr)

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