Aktualisiert 21.03.2006 15:57

Junge Türken prügeln drei Basler Polizisten spitalreif

Bei der Unfallaufnahme nach einer Kollision von zwei Autos in Basel drehten die Beteiligten durch. Zwei Polizeibeamte wurden verprügelt und einer Polizistin wurde fast der Finger abgebissen.

Bei der Kollision zweier Personenwagen war nur Sachschaden entstanden, wie das Basler Sicherheitsdepartement am Dienstag mitteilte. Als die Polizei dem einen Unfallbeteiligten das Resultat des Alkoholtests von 0,7 Promille eröffnete, drehte dieser gemäss dem Communique durch. Der 23 Jahre alte Türke riss zunächst einen Polizisten zu Boden.

Als dieser ihm Handfesseln anlegen wollte, griffen Schaulustige ein. Einer von ihnen, ein 20-jähriger Türke, trat dem Polizisten nach Angaben des Sicherheitsdepartemens mit voller Wucht ins Gesicht. Der Beamte erlitt einen Nasenbeinbruch und weitere Verletzungen. Der Schäger flüchtete, konnte aber später festgenommen werden.

Auch der Unfallbeteiligte wurde festgenommen. Er hatte in der Zwischenzeit einer Polizistin beinahe einen Finger abgebissen und einem weiteren Polizisten mit einem «Schwedenkuss» schmerzhafte Prellungen zugefügt. Während der ganzen Aktion beschimpfte er zudem die Ordnungshüter und stiess die wildesten Drohungen gegen ihre Familien aus, wie es in der Mitteilung heisst.

Gegen die beiden Schläger, die vorübergehend in Untersuchunghaft gesetzt wurden, wird nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Gewalt gegen Beamte und Behinderung einer Amtshandlung eröffnet, wie es beim Sicherheitsdepartement auf Anfrage hiess. Der Mann, der in den Bagatellunfall verwickelt war, sei wegen Gewaltanwendung polizeibekannt, hiess es weiter.

Die drei verletzten Polizisten mussten zur Kontrolle ins Spital eingewiesen werden. Zwei von ihnen können am Mittwoch ihre Arbeit wieder aufnehmen, wie der Sprecher des Sicherheitsdepartements sagte. Jener, der das Nasenbein gebrochen hatte, ist vorderhand nicht arbeitsfähig.

(dapd)

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