Aktualisiert 27.01.2019 10:21

Brutaler Raubüberfall

Junge verletzt bei -7 Grad im Wald liegen gelassen

Anfang der Woche wurde in Frastanz (Vorarlberg) ein 16-Jähriger überfallen und schwerst verletzt am Waldrand liegen gelassen.

von
heute.at
Das Opfer erlitt durch die Tat schwere Gesichts- und Schädelverletzungen.

Das Opfer erlitt durch die Tat schwere Gesichts- und Schädelverletzungen.

Keystone/Christian Beutler

Am Dienstagabend gegen 19.30 Uhr wurde ein 16-Jähriger aus Frastanz (A) brutal überfallen. Drei Jugendliche haben sich dem Teenager, der sich nahe der Pfarrkirche aufgehalten hatte, genähert und ihn zur Herausgabe von Drogen aufgefordert. Ausserdem haben sie auf den Vorarlberger eingeprügelt, wie heute.at am Freitagabend berichtete.

Der Jugendliche versicherte der Gruppe, keine Drogen bei sich zu haben. Daraufhin durchsuchten sie ihn. «Als die Tatverdächtigen bei der Durchsuchung ihres Opfers weder Drogen noch Bargeld feststellen konnten, forderten sie das Opfer auf, eine andere Person an den Vorfallsort zu locken», teilte die Polizei in einer Mitteilung mit. Der 16-Jährige wurde in der Folge aufgefordert, einige Kontakte anzurufen und herzubeordern. Nachdem auch dieser Plan scheiterte, zwangen die Tatverdächtigen den Frastanzer in ein Auto einzusteigen. In diesem sind noch zwei Personen gesessen.

Brutal zusammengeschlagen

«Anschliessend fuhren die nunmehr fünf Tatverdächtigen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren mit dem bereits verletzten 16-Jährigen über den Amerlügner Weg in den Ortsteil Frastanz-Amerlügen», schildert die Polizei den Vorfall. Während der Fahrt wurde dem Opfer das Smartphone weggenommen.

In Amerlügen angekommen wurde der Teenager auf einem abgelegenen Forstweg aus dem Fahrzeug gezerrt und nochmals brutal verprügelt. «Dabei dürfte auch zumindest einer der Tatverdächtigen mit einem spitzen Gegenstand auf den 16-Jährigen eingestochen oder eingeschlagen haben. Das Opfer erlitt durch die Tat schwere Gesichts- und Schädelverletzungen sowie oberflächliche Stichverletzungen am Rücken», s0 die Polizei.

Bei Minusgraden im Wald zurückgelassen

Dann wurde das Opfer schwer verletzt und bei minus 7 Grad auf dem Forstweg zurückgelassen. Die Tatverdächtigen fuhren mit dem Auto zurück nach Frastanz (A). Das Opfer konnte sich schliesslich zu einem etwa 650 Meter entfernt liegenden Wohnhaus begeben, von wo aus die Rettung verständigt wurde.

Der Frastanzer wurde in das Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert, wo er in stationäre Behandlung aufgenommen wurde.

Festnahmen

«Inzwischen konnten alle fünf Tatverdächtigen ermittelt und über Auftrag der Staatsanwaltschaft Feldkirch festgenommen werden. Die drei Hauptverdächtigen wurden zwischenzeitlich in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert. Der 18-jährige Fahrzeuglenker sowie dessen 17-jähriger Beifahrer werden auf freiem Fuss angezeigt», so die Polizei.

Zeugen, die Hinweise im Zusammenhang mit der geschilderten Straftat geben können, werden ersucht sich beim Landeskriminalamt Vorarlberg (+43 59133 80-3333) zu melden. (heute.at/20 Minuten)

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