Aktualisiert 29.10.2007 20:35

Junge verprügelt und ausgeraubt

Ein 17-Jähriger ist in der Nacht auf Samstag beim Bahnhof Rotkreuz von vier Jugendlichen brutal überfallen und verprügelt worden.

Der 17-Jährige wollte in Rotkreuz auf einen Linienbus umsteigen, als er von vier Jugendlichen in ein Gespräch verwickelt wurde. Plötzlich verlangten diese sein Portemonnaie und schlugen laut Kapo Zug unvermittelt zu. Das wehrlose Opfer wurde am Oberkörper und im Gesicht verletzt und musste ins Spital gebracht werden.

Die Zuger Polizei konnte die Schläger eine halbe Stunde später verhaften: Es handelt sich um zwei Kroaten, einen Bosnier und einen Schweizer im Alter von 15 und 16 Jahren. «Sie sind geständig und inzwischen wieder auf freiem Fuss», sagt Sandor Horvath, Informationsbeauftragter der Zuger Polizei. Gegen die Beteiligten wurde ein Strafverfahren eröffnet.

Bei der Gemeindeverwaltung Rotkreuz ist man sich der Jugendgewalt bewusst: «Das Ganze ist ein Kulturproblem», sagt Gemeinderätin Dorothea Wattenhofer-Reichardt, man befasse sich schon lange intensiv damit. Nur: «Eine einzige patente Lösung gibt es leider nicht», sagt der Zuger Jugendanwalt Alex Briner, auch wenn das Täterprofil oft das Gleiche sei. Briner: «Es sind oft schulisch und sozial Schwächere.»

Anne-Käthi Kremer

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