Aktualisiert

Urbane GärtnerJunge wollen «essbares» Basel

Unter dem Motto «ernten, wo man isst» wollen junge, urbane Gärtner die Stadt zum Aufblühen bringen.

von
Susan Pedrazzi
Gärtnern und entspannen mitten in der Stadt: Der Landhof im Kleinbasel.

Gärtnern und entspannen mitten in der Stadt: Der Landhof im Kleinbasel.

Tomaten, Rüebli und Co.: Bereits über 800 Arbeitsstunden haben Bastiaan Frich (24), Dominique Oser (28) und weitere urbane Gärtner in die Bewirtschaftung des Kleinbasler Gemeinschaftsgartens Landhof investiert: Seit rund einem Jahr wird hier mithilfe der zukunftsfähigen Permakultur eine essbare Oase mitten in der Stadt gepflegt.

Laut Frich ist jedermann ­jederzeit willkommen, gemeinsam zu säen, zu ernten oder sich einfach nur zu erholen. Es gebe kein «dir» oder «dir», sondern nur ein «unser». Der Biologie- und Permakultur-Student steht den Besuchern zudem jeden Mittwoch und Samstag mit Fachwissen zur Seite und gibt Tipps.

Bezug zum Essen herstellen

Für die Vision eines sozialeren, naturnäheren und «ess­baren» Basel setzen sich Frich und andere Mitglieder des Vereins Urban Agriculture Basel (UANB) auch anderweitig ein: Laut «Migros Magazin» sind seit 2010 über 25 Urban-Gardening-Projekte in Basel lanciert worden. Eines davon ist «Stadt-Tomaten»: In Zusammenarbeit mit UANB verteilt ProSpecie­Rara an der Messe «Natur» 1200 Gratis-Tomatensetzlinge und ein Gärtner-Starter-Kit.

«Zu sehen, wie die Leute wieder einen Bezug zum eigenen Essen bekommen, macht mich glücklich», so Frich. Darum sei am 28. April ab 10 Uhr jedermann herzlich zum Frühlingsfest im Landhof ein­geladen.

www.urbanagriculturebasel.ch

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