Wohnungsmarkt: Junge wollen um jeden Preis Neubau-Wohnungen
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WohnungsmarktJunge wollen um jeden Preis Neubau-Wohnungen

Die Jungen sind bereit, für Wohnen und Lifestyle mehr auszugeben: Und einige gehen dabei an ihre finanziellen Grenzen.

Das Projekt Hochbord in Dübendorf ZH sei ein gutes Beispiel für die Entwicklung bei Jungen: 80 Prozent der Erstmieter sind zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Das Projekt Hochbord in Dübendorf ZH sei ein gutes Beispiel für die Entwicklung bei Jungen: 80 Prozent der Erstmieter sind zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Vor 30 Jahren war eine Wohngemeinschaft in einer neuen Wohnsiedlung undenkbar. In den letzten Jahren stellt man eine zunehmende Nachfrage von Jungen nach neuen Wohnungen fest: Sie zügeln direkt von zuhause in eine Neubauwohnung – alleine, zu zweit oder in eine Wohngemeinschaft. Das sagt die Firma CSL Immobilien in ihrem aktuellen Immobilienmarktbericht 2018.

«Früher war es cool, möglichst günstig zu viert oder fünft in stark abgewohnten Wohnungen zu hausen», sagt Giuliana De Rinaldis, Leiterin Vermarktung bei CSL Immobilien. Heute bewerben sich selbst Wohngemeinschaften für Wohnungen in möglichst gut mit dem ÖV erschlossenen Neubauten. Die Jungen seien bereit, für Wohnen und Lifestyle mehr auszugeben.

Meist übernehmen die Eltern die Solidarhaftung

Ein Beispiel dafür ist laut dem Bericht das Projekt Hochbord in Dübendorf mit insgesamt 225 Wohnungen zwischen 1.5 und 5.5 Zimmern. 80% der Erstmieterinnen und -mieter in diesem nahe beim Bahnhof Stettbach gelegenen Projekt sind zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Für die junge Menschen hat das Wohnen einen höheren Stellenwert als früher: Entsprechend sind sie auch bereit, dafür prozentual mehr auszugeben. Und da stossen einige an ihre finanziellen Grenzen.

Denn eine wachsende Anzahl von Bewerbern würden bei der Prüfung der Drittelsregelung durchfallen: Das heisst sie müssen mehr als ein Drittel ihres verfügbaren Einkommens für die Miete einsetzen. In solchen Fällen könne der Mietvertrag nur abgeschlossen werden, wenn eine Drittpartei die Solidarhaftung übernimmt. Meistens springen die Eltern da ein.

(SDA)

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