Feiern im Freien: Junge wollen unter freiem Himmel tanzen
Aktualisiert

Feiern im FreienJunge wollen unter freiem Himmel tanzen

Sport- und Kultur-Anlässe im Freien sind an hohen Feiertagen verboten. Dagegen wurde nun eine Petition lanciert.

von
Marco Lüssi

Ein «Tanzverbot» existiert im Kanton Zürich zwar nicht mehr – seit dem Jahr 2000 darf man in Clubs auch an hohen Feiertagen Party machen. Doch Veranstaltungen im Freien sind weiterhin verboten: Tanz-, Kultur- und Sportanlässe unter freiem Himmel sind am Karfreitag, Oster- und Pfingstsonntag, Bet- und Weihnachtstag untersagt.

Betroffen davon sind etwa die Afro-Pfingsten: «Unseren Markt mit 250 Ständen müssen wir jeweils am Samstagabend schon abräumen – mit der Folge, dass es jeden Pfingstsonntag Hunderte Enttäuschte gibt, die nach Winterthur kommen und die Stände vergeblich suchen», sagt Daniel Bühler, Präsident des Vereins Afro-Pfingsten.

Eine Einzelinitiative, die die Aufhebung der Einschränkungen verlangt, hat der Kantonsrat vorläufig unterstützt. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, haben gestern sechs Zürcher Jungparteien mit den Konfessionslosen eine Petition lanciert. «Es ist absurd, dass die heutige Regelung Indoor-Sportanlässe an hohen Feiertagen ermöglicht, Outdoor-Sportveranstaltungen aber nicht», so Patrick Walder, Vizepräsident der Jungen SVP. Und Juso-Co-Präsident Fabian Molina sagt: «Dieses Gesetz ist ein alter Zopf, der endlich wegmuss.» Anders sieht dies Tania Woodhatch, Regionalkoordinatorin der Jungen EVP: «Aus Respekt gegenüber den Menschen, die ihren christlichen Glauben leben, sollten diese fünf Tage im Jahr etwas Besonderes bleiben.»

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