Basel: Junge Zürcher übernehmen das Volkshaus
Aktualisiert

BaselJunge Zürcher übernehmen das Volkshaus

Der Regierungsrat vergibt das Volkshaus an zwei kunstbegeisterte Zürcher, die das Basler Traditionshaus kulinarisch und musikalisch aufleben lassen wollen.

von
Lukas Hausendorf
Die Zürcher Unternehmer Adrian Hagenbach und Leopold Weinberg. (Bild: lha)

Die Zürcher Unternehmer Adrian Hagenbach und Leopold Weinberg. (Bild: lha)

Ein Team um die Zürcher Jugendstil AG wird nächsten Sommer das Basler Volkshaus übernehmen. Hinter der Firma stehen die beiden kunstbegeisterten Jungunternehmer Adrian Hagenbach und Leopold Weinberg, die in Zürich das Hotel Helvetia und zwei Clubs führen. Mit ihrem Nutzungskonzept für die Kulturinstitution stachen sie in der jurierten Ausschreibung ihre Basler Mitbewerber aus. «Das Volkshaus soll ein vibrierender Ort werden, der von verschiedenen Akteuren mit Schwerpunkt Musik bespielt wird», umreisst Weinberg seine Vision. Für die Führung der Geschäftsbereiche Musik und Gastronomie haben die beiden mit Markus Simmen und Stefan Roth zwei branchenerfahrene Profis im Team, die für Qualität bürgen.

Das Engagement der Zürcher wird in Basel unterschiedlich aufgenommen. AVO-Session-Präsident Matthias Müller, der sich ebenfalls für eine Übernahme des Volkshauses interessierte, findet es «schade, dass nach dem Musical- Theater und der St.-Jakobs-Halle die dritte Basler Kulturinstitution in Zürcher Hände übergeht». Für das Komitee Popstadt Basel, das sich für den Erhalt des Konzertbetriebs im Volkshaus einsetzte, spielt die Herkunft keine Rolle. «Man sollte ihnen eine Chance geben», so Sprecher Karl Linder.

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