Schutz für 14- bis 20-Jährige : Jungen Mädchen in Not soll nun geholfen werden

Aktualisiert

Schutz für 14- bis 20-Jährige Jungen Mädchen in Not soll nun geholfen werden

Zusätzlich zu Frauenhäusern soll es im Kanton Bern neu auch ein Mädchenhaus geben. Dort sollen 14- bis 20-jährige Mädchen und Frauen Unterschlupf finden.

von
miw
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Im Kanton Bern soll ein Zufluchtsort für junge Frauen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren geschaffen werden.

Im Kanton Bern soll ein Zufluchtsort für junge Frauen im Alter zwischen 14 und 20 Jahren geschaffen werden.

Patrick Daxenbichler
Es soll eine staatliches Mädchenhaus entstehen.

Es soll eine staatliches Mädchenhaus entstehen.

Kieferpix
Untersuchungen, Daten und Fakten zeigen: Der Bedarf nach einer solchen Institution ist da, die Errichtung eines Mädchenhauses also notwendig. Bis es eröffnet wird, dürften aber noch zwei Jahre vergehen.

Untersuchungen, Daten und Fakten zeigen: Der Bedarf nach einer solchen Institution ist da, die Errichtung eines Mädchenhauses also notwendig. Bis es eröffnet wird, dürften aber noch zwei Jahre vergehen.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Der Kanton Bern will ein Mädchenhaus schaffen, um jungen Frauen im Alter von 14 bis 20 Jahren in Notsituationen Schutz zu bieten. Denn leider ist der Bedarf nach einer solchen Institution da. Bis das Mädchenhaus eröffnet wird, dürften aber noch zwei Jahre vergehen.

Das Sozialamt wurde aktiv, nachdem der bernische Grosse Rat im September 2016 dem Regierungsrat den Auftrag gab, den Bedarf von Not- und Schutzplätzen für Mädchen und junge Frauen zu prüfen. Das Kantonsparlament überwies damals ein Postulat von Béatrice Stucki (SP/Bern). Bereits 2018 führte der Verein MädchenHouse des Filles Biel-Bienne ein Pilotprojekt durch. In Biel wurde in diesem Rahmen das zweisprachige Angebot eines Hauses für junge Frauen bereits einmal getestet.

Wie Lucas Bonadei vom kantonalen Sozialamt am Donnerstag auf Anfrage sagte, wird die Verwaltung jetzt aber eine eigene Projektorganisation auf die Beine stellen. Es geht darum, etwa ein Betriebs-, ein Betreuungs- und ein Sicherheitskonzept für das künftige Mädchenhaus zu erstellen.

Überfüllte Frauenhäuser

Die Etablierung eines Mädchenhauses soll zum Anlass genommen werden, die allgemeine Situation rund um solche Zufluchtsorte für Frauen zu prüfen. Denn die drei bereits bestehenden kantonalen Frauenhäuser kämpfen seit längerem mit zu hohen Auslastungsgraden. «Die Frauenhäuser können damit ihre Funktion als Schutz- und Notunterkünfte nur eingeschränkt wahrnehmen», teilt der Kanton mit.

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