Tier-Qual: Junger Hund vor dem Hitzetod gerettet
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Tier-QualJunger Hund vor dem Hitzetod gerettet

Der junge Hund hechelte stark und reagierte kaum noch auf äussere Reize, als ihn die Basler Kantonspolizei nach einem sechsstündigen Martyrium aus einem Auto im Spitalparking befreite. Zwei Stunden nach der Aktion meldete sich dann auch die Hundehalterin.

Der Hund war am Donnerstag bei hohen Temperaturen in einem Auto mit geschlossenen Scheiben im dritten Untergeschoss des Spitalparkings eingesperrt, wie die Polizei am Freitag berichtete. Da es nicht gelang, den Wagen zu öffnen, wurde die rechte Seitenscheibe eingeschlagen und das Tier befreit. Der Mischling wurde mit Wasser versorgt und in die Tierstation des Veterinäramts gebracht.

Er hatte laut Polizei im Auto seine kurze Leine durch- und auch Teile des Sitzes verbissen. Wie sich zeigte, hatte die Hundehalterin den Wagen um 07.00 Uhr eingestellt. Um 13.00 Uhr griff die Polizei ein und um 17.30 Uhr meldete sich die Hundehalterin dann auf der Polizeiwache Kannenfeld. Sie konnte das Tier am Freitagmorgen in der Tierstation auslösen. Sie wird wegen Zuwiderhandlung gegen das Tierschutzgesetz verzeigt. Es drohen ihr eine Busse von mehreren hundert Franken und zusätzliche Gebühren.

Die Polizei rief Tierhalter auf, Hunde in der warmen Jahreszeit nur im Notfall und für kurze Zeit in unbeaufsichtigten Fahrzeugen zurückzulassen. Gerade auch in Parkhäusern entstehe wegen der Feuchtigkeit oft ein fast tropisches Klima. (dapd)

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