Aktualisiert 17.12.2004 11:43

Junger Rat löst Jugendparlament ab

Junge Menschen erhalten im Kanton Basel-Stadt ein neues Sprachrohr, das ihre Interessen gegenüber Regierung und Öffentlichkeit vertreten soll.

Junger Rat heisst das aus 7 bis 15 Jugendlichen bestehende Gremium, das Anfang 2005 aktiv wird.

Im Gegensatz zum Ende 2003 aufgelösten Basler Jugendparlament ist der Junge Rat eine regierungsrätliche Kommission. In dieser Funktion kann der Junge Rat zu Vernehmlassungsvorlagen Stellung nehmen oder der Regierung Anregungen zu Sachgeschäften vorlegen, wie es in einer Regierungsmitteilung vom Freitag heisst.

Wahl durch Regierung

Mitglied des Jungen Rats können junge Leute im Alter von 14 bis 25 Jahren werden. Die Wahl erfolgt auf Anregung des Jungen Rats und auf Antrag des Justizdepartements durch die Regierung. Die erste Wahl des Gremiums ist für Anfang des kommenden Jahres geplant.

Der ehrenamtlich tätige Junge Rat verfügt laut Justizdepartement über ein Budget von jährlich 20 000 Franken. Mit dem Geld können gemäss den von der Regierung für das Gremium erlassenen Richtlinien Anlässe aller Art organisiert sowie Fachleute beigezogen werden.

Als Vorbild für den Jungen Rats diente der Basler Regierung der Kanton Baselland. Dort besteht seit einigen Jahren ein Jugendrat, der sehr ähnlich funktioniere und sich bewährt habe.

Der Junge Rat soll laut dem Justizdepartement stärker in den politischen Strukturen verankert sein und mehr Bedeutung und Rechte haben als das 1995 gegründete und 2003 aufgelöste Jugendparlament. Als Hauptgrund für dessen Scheitern sieht das Justizdepartement den Umstand, dass meistens bei Null angefangen werden muss, wenn die beteiligten Jugendlichen wechseln.

(sda)

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