Wildstation Landshut: Junger Steinadler ist zurück in der Freiheit

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Wildstation LandshutJunger Steinadler ist zurück in der Freiheit

Anfang August fanden Wildhüter in der Nähe von Grindelwald einen jungen Steinadler. Nun konnte das Männchen wieder ausgewildert werden.

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nc
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Auf einem Wanderweg in der Region Grindelwald traf ein Wildhüter Anfang August auf ein Steinadlermännchen. Das Jungtier war zu geschwächt, um weiterfliegen zu können. In der Wildstation Landshut wurde es schliesslich aufgepäppelt.

Auf einem Wanderweg in der Region Grindelwald traf ein Wildhüter Anfang August auf ein Steinadlermännchen. Das Jungtier war zu geschwächt, um weiterfliegen zu können. In der Wildstation Landshut wurde es schliesslich aufgepäppelt.

Nicolas Bazo
Anfang dieser Woche war es dann so weit: Das Jungtier konnte zurück in die Freiheit entlassen werden. Ein strammer Fussmarsch führte die zuständigen Wildhüter und das Team der Wildstation in die Nähe des Horstes.

Anfang dieser Woche war es dann so weit: Das Jungtier konnte zurück in die Freiheit entlassen werden. Ein strammer Fussmarsch führte die zuständigen Wildhüter und das Team der Wildstation in die Nähe des Horstes.

Nicolas Bazo
In einer abgelegenen und störungsfreien Nische in einer Felswand konnte der junge Adler schliesslich in die Freiheit entlassen werden.

In einer abgelegenen und störungsfreien Nische in einer Felswand konnte der junge Adler schliesslich in die Freiheit entlassen werden.

Nicolas Bazo

Auf einem Wanderweg in der Region Grindelwald traf ein Wildhüter Anfang August auf ein Steinadlermännchen. Das Jungtier war zu geschwächt, um weiterfliegen zu können. Der kleine Adler dürfte erst wenige Tage zuvor das erste Mal aus dem Horst geflogen sein. Weil er aber auf einem Wanderweg gelandet war, trauten sich die Altvögel nicht, das Jungtier zu versorgen. So bekam der Pechvogel auch keine Nahrung.

Keine schweren Erkrankungen

Die Wildhüter brachten das Tier sofort in die Wildstation Landshut, wo es sich diversen Untersuchungen unterziehen musste: das Blut wurde untersucht, Röntgenbilder angefertigt und eine Kotprobe analysiert. Der Kleine hatte Glück im Unglück: Abgesehen von den typischen Erscheinungen einer Abmagerung konnten keine schweren Erkrankungen festgestellt werden.

Eine Woche lang päppelten die Tierärzte und -pfleger den Baby-Steinadler auf – zuerst mit Infusionen und dann mit Rehfleisch. Anfang dieser Woche war es dann so weit: Das Jungtier konnte in der Nähe seines Horstes zurück in die Freiheit entlassen werden. Ein strammer Fussmarsch führte die zuständigen Wildhüter und das Team der Wildstation nahe des Horstes in eine abgelegene und störungsfreie Nische in einer Felswand. Hier angekommen, gab der kleine Steinadler sogleich Laute von sich und machte so auf sich aufmerksam.

Altvögel kümmern sich um Jungtier

Die zuständige Tierärztin Ulrike Cyrus-Eulenberger geht davon aus, dass sich die Altvögel wieder um ihren Nachwuchs kümmern werden: «Dies ist vor allem auch deshalb wichtig, da junge Adler in der Regel noch bis ins neue Jahr bei ihren Eltern bleiben, bis sie die selbständige Jagd beherrschen.»

Der Steinadler ist nicht das einzige Tier, dass in diesem Sommer in der Wildstation Landshut aufgepäppelt werden musste. Insgesamt wurden 500 Patienten eingeliefert. Wer mehr über die Arbeit der Wildstation erfahren möchte, kann diese am 29. August besuchen.

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