2962 M. ü. M. - Junges Paar wollte in Turnschuhen auf Zugspitze – Rettung wird teuer
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2962 M. ü. M.Junges Paar wollte in Turnschuhen auf Zugspitze – Rettung wird teuer

Weil sie sich überhaupt nicht auf die Besteigung des Berges vorbereitet hatten, mussten zwei unerfahrene Alpinisten in extremis gerettet werden.

von
Patrick McEvily
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Ein junges deutsches Paar (beide 20-jährig) musste aus einer misslichen Lage auf 2500 Metern gerettet werden.

Ein junges deutsches Paar (beide 20-jährig) musste aus einer misslichen Lage auf 2500 Metern gerettet werden.

Bergrettung Ehrwald
Das junge Paar war in schlechten Wetterverhältnissen auf der Zugspitze steckengeblieben. Die beiden riefen die Bergwacht und versuchten sich neben einer alten Bergstation vor dem Schnee und Wind zu schützen.

Das junge Paar war in schlechten Wetterverhältnissen auf der Zugspitze steckengeblieben. Die beiden riefen die Bergwacht und versuchten sich neben einer alten Bergstation vor dem Schnee und Wind zu schützen.

Bergrettung Ehrwald
Für die Rettung der beiden standen gemäss den beteiligten Bergwachten 15 Personen im Einsatz.

Für die Rettung der beiden standen gemäss den beteiligten Bergwachten 15 Personen im Einsatz.

Bergrettung Ehrwald

Darum gehts

  • Auf der deutschen Zugspitze (2962 M. ü. M.) mussten Bergretter vergangene Woche ausrücken.

  • Zwei unerfahrene Alpinisten waren stecken geblieben und mussten gerettet werden.

  • Sie hatten das Wetter total falsch eingeschätzt und waren teils in Turnschuhen unterwegs.

Ein junges Paar musste am vergangenen Montag auf der deutschen Zugspitze von Bergrettern evakuiert werden. Dies berichtet die «Bild»-Zeitung. Gemäss Angaben, die die beteiligte Bergrettung Ehrwald auf dem eigenen Facebook-Kanal macht, waren die Gestrandeten in knietiefem Schnee nicht mehr weitergekommen.

Bei den beiden steckengebliebenen Personen handelt es sich um ein Paar, beide 20-jährig. Die jungen Leute waren trotz sehr schlechten Witterungsverhältnissen am Morgen von ihrer Station auf einer Höhe von 2209 Metern gestartet. Einige Stunden später und rund 300 Höhenmeter weiter oben, war das Wetter so schlecht geworden, dass sie abbrechen und in einer stillgelegten Station auf 2500 Metern Unterschlupf suchen mussten.

Von dort aus riefen sie dann die Bergrettung mit ihrem Handy an. Die Retter trafen sie gemäss der Münchner Tageszeitung «Merkur» in Schlafsäcke eingewickelt an. Die junge Frau habe apathisch gewirkt und sei unterkühlt gewesen. Offenbar besassen die beiden nicht die nötige Ausrüstung für eine solch anspruchsvolle Wanderung. Der junge Mann hatte sogar nur Turnschuhe an.

Teurer Einsatz

Die Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands (2962 Meter über Meer). Gemäss Angaben der Bergretter waren insgesamt 15 Personen im Einsatz. Unterstützt wurden sie von den österreichischen Kollegen von der anderen Bergseite. Die Behörden zeigten sich über den Leichtsinn der beiden jungen Bergsteiger enttäuscht. Sie empfehlen jedem und jeder, passendes Schuhwerk zu verwenden. «Trailrunning-Schuhe reichen bei gutem Wetter aus, aber nicht bei Schnee und Wind auf der Zugspitze», sagte die Einsatzleiterin gegenüber der «Bild»-Zeitung.

Für die Bergretter fallen 38 Euro pro Minute, für den eingesetzten Hubschrauber gar 100 Euro pro Minute an. Ausserdem mussten die Retter die eigentlich gestoppte Bergbahn kurzzeitig wieder in Betrieb nehmen, für die Fahrt ins Tal. Laut der Zeitung musste das Paar für die Rettung 2121 Euro bezahlen.

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