9.7 Millionen Franken: Jungfraubahn erleidet erstmals in ihrer Geschichte einen Verlust
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9.7 Millionen FrankenJungfraubahn erleidet erstmals in ihrer Geschichte einen Verlust

Die Jungfraubahn hat die Zahlen zum Corona-Jahr präsentiert. Der Verlust beträgt 9.7 Millionen Franken – es ist das erste Mal in der Geschichte des Unternehmens, dass ein Verlust resultiert.

von
Dominic Benz
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Bei der Jungfraubahn resultiert ein Verlust von 9.7 Millionen Franken.

Bei der Jungfraubahn resultiert ein Verlust von 9.7 Millionen Franken.

20min/Sandro Spaeth

Darum gehts

  • Die Jungfraubahnen legen die Jahreszahlen vor.

  • Für 2020 verzeichnen sie einen Rekordverlust von 9.7 Millionen Franken.

  • 2019 schrieb das Unternehmen noch einen Rekordgewinn von 53.3 Millionen Franken.

Die Jungfraubahn-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 erstmals in der Geschichte des Unternehmens einen Verlust erlitten. Dies geht aus einem Communiqué vom Donnerstagmorgen hervor. Der Verlust in der Höhe von 9.7 Millionen Franken folgt demnach auf den Rekordgewinn von 2019 von 53.3 Millionen Franken.

Positiv werten die Jungfraubahnen, dass im von Covid-19 geprägten 2020 trotz allem ein positives EBITDA von 22.3 Millionen Franken erzielt werden konnte. Der Verwaltungsrat schlägt aufgrund der aktuellen Situation vor, auf eine Dividende zu verzichten. «Die Folgen der Corona-Krise sind bis zum jetzigen Zeitpunkt ausgeprägter und länger anhaltend, als bisher angenommen und bleiben weiterhin schwer abschätzbar», heisst es in der Medienmitteilung.

Es müsse davon ausgegangen werden, dass das Ergebnis 2021 nochmals stark durch die Corona-Krise beeinflusst sein wird.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Deine Meinung

83 Kommentare
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ChrisIII

09.04.2021, 10:10

Bei den rund 200 Fränkli, die ein Retourticket von Interlaken oder Grindelwand pro Erwachsenen etwa kostet, macht man also in normalen Zeiten 53 Mio. Gewinn. Nicht schlecht. Die Fahrt ist ein Erlebnis, keine Frage, aber sauteuer ist das schon.

Realist70

09.04.2021, 08:43

Dann haben sie in den anderen Jahren hoffentlich genug Gewinn und Rückstellungen gemacht! Wie SBB und BLS: satte Gewinne und Boni und bei einem Jahr Verlust, schreien - nein fordern sie - nach Staatshilfe! Keine Buchhalter, versteckte Reserven, Controller. Ach ja, sie wollen die Boni. Ironie off.

Peter T.

08.04.2021, 10:32

2019 50 Mio Gewinn, 2020 10 Mio Verlust. Also können die das ja gut noch einige Jahre durchstehen.