Jungfreisinnige wollen eine verkehrsfreie Innenstadt

Aktualisiert

Jungfreisinnige wollen eine verkehrsfreie Innenstadt

Die Jungfreisinnigen haben eine Petition für eine Basler Innenstadt ohne Autos, Trams und Busse lanciert. Das Baudepartement und Pro Innerstadt sind skeptisch.

In ihrer am Donnerstag lancierten Petition fordern die Basler Jungfreisinnigen eine flächendeckende Fussgängerzone zwischen Barfüsserplatz und Schifflände. Demnach könnten die heutigen Tramlinien via Kohlenberg–Leonhardsgraben–Lyss–Petersgraben–Blumenrain umgeleitet werden. «So wird die Innenstadt zu einem exklusiven Gebiet, das zum Verweilen einlädt», ist Präsident Nicolas Flückiger überzeugt. So gebe es etwa mehr Platz für den Detailhandel und für kulturelle Veranstaltungen sowie für die Gastronomie mehr Raum für Aussenbereiche.

Beim Verein Pro Innerstadt ist man skeptisch: «Fussgängerzone Ja», meint Präsident Urs Welten, «aber die Zulieferung und der öffentliche Verkehr müssten erlaubt bleiben.» Ähnlich tönts beim Baudepartement: «Eine Erschliessung ohne öffentlichen Verkehr ist für uns nicht denkbar», sagt Sprecher Marc Keller. Bereits im letzten Sommer, als die Trams wegen der Gleissanierung nicht gefahren seien, habe es Reklamationen vom Gewerbe gegeben.

Sabine Knosala

Deine Meinung