17.02.2015 21:21

Wasserverschmutzung

Jungparteien fordern Fracking-Verbot

JCVP und Junge Grüne wollen Erdgas-Förderung mit der Fracking-Methode in der Schweiz verbieten. Sie gefährde das Grundwasser.

von
sma

Weil die Fracking-Methode zur Förderung von Erdgas unkontrollierte Umweltrisiken berge, soll sie künftig in der ganzen Schweiz verboten werden. Dies fordern die beiden Jungparteien JCVP und Junge Grüne.

Auch wenn Fracking in der Schweiz derzeit noch nicht angewendet wird und in einigen Kantonen bereits Moratorien existieren, ist für JCVP-Präsident Jean-Pascal Ammann dennoch klar: «Fracking macht nicht vor Landes- oder Kantonsgrenzen halt. Wir brauchen unbedingt eine gesamtschweizerische Lösung.»

Verantwortungsloser Umgang mit Gewässern

Die Fracking-Methode wird benutzt, um Erdgas im Gestein herauszulösen. Dabei werden Chemikalien mit hohem Druck in den Untergrund gepumpt. «Wenn bei diesem Prozedere nur einmal ein Fehler passiert und die Chemikalien ins Grundwasser gelangen, dann hätten wir über Jahre hinweg ein riesiges Umweltproblem», so Ammann. Ein solch abenteuerlicher Umgang mit den Gewässern sei verantwortungslos.

Die beiden Jungparteien wollen das Thema nun auf der nationalen Politbühne zur Sprache bringen. Neben einem gesetzlich verankerten Verbot, wollen sie auch den Bundesrat in die Pflicht nehmen. Dieser soll die Fracking-Methode in seiner Energiestrategie 2050 ausschliessen.

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