Jungparteien wollen die «Alten» zur Raison bringen
Aktualisiert

Jungparteien wollen die «Alten» zur Raison bringen

Während die «Alten» schmollen, setzen die Jungparteien auf Vernunft: Sie spannen zusammen, damit es bei den Wahlen 2008 doch noch zu einer gemeinsamen bürgerlichen Gemeinderatsliste kommt.

«Wir glauben, dass wir nur zusammen einen dritten bürgerlichen Sitz holen können», sagt Bernhard Eicher von den Jungfreisinnigen. In ungewohnter Harmonie mit der JSVP und JCVP macht er sich deshalb für eine gemeinsame bürgerliche Liste für die Gesamterneuerungswahlen 2008 stark, um die rot-grüne Vorherrschaft im Gemeinderat zu brechen. «Wir haben ausgerechnet, dass eine bürgerliche Mehrheit möglich ist», sagt Eicher. «Diese Chance müssen wir packen.»

Damit politisieren die Jungen fern jeglicher Grabenkämpfe, während sich ihre Mutterparteien wegen der Wasserfallen-Ersatzwahl miteinander überworfen haben. «Wir haben den Vorteil, dass wir noch nicht so lange in der Politik sind. Die Berührungsängste sind kleiner und unser Blick distanzierter», so Eicher.

SVP-Präsident Beat Schori bleibt trotz aller Bemühungen hart: Wenn die FDP 2008 nicht auf einen ihrer zwei bisherigen Sitze verzichte, sei der Zug für eine gemeinsame Liste abgefahren. «Die Jungen hätten vor der Ersatzwahl Druck ausüben müssen», so Schori. «Nun ist es zu spät.» Er hofft aber, dass der Nachwuchs die FDP zum Einlenken bewegen könne.

Lorenz Hanselmann

Deine Meinung