04.06.2016 23:40

StudieJungs, lest Bücher, dann werdet ihr reich

Je besser der Zugang zu Büchern im jungen Alter, desto mehr verdienen Männer im späteren Leben. Das haben italienische Forscher herausgefunden.

von
vb
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Buben, die mit mehr als zehn Büchern in ihrem Haushalt aufwachsen, haben später bessere Verdienstchancen. In der folgenden Bildstrecke zeigt 20 Minuten zehn lesenswerte Sachbücher.

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Komplexe Themen so runterzubrechen, dass sie nicht nur verständlich, sondern auch unterhaltsam sind, ist das grosse Talent der Science Busters. In «Das Universum ist eine Scheissgegend» (Carl Hanser) wird die wenig lebensfreundliche Umgebung um uns herum unter die Lupe und aufs Korn genommen.

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Allein der Gedanke an Statistiken lässt viele Menschen gähnen. Dass der Umgang mit Zahlen durchaus spannend ist und die Fehlinterpretation zu mitunter Kuriosem führt, beweist Ökonom Walter Krämer in der aktualisierten Neuauflage von «So lügt man mit Statistik» (Campus).

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Wie viele Bücher Kinder in ihrem Haushalt vorfinden, hat einen Zusammenhang mit dem späteren Einkommen. Das zeigt eine neue Studie der italienischen Universität von Padua. Die Forscher haben dafür Daten von rund 5800 europäischen Männern zusammengetragen.

In einem ersten Schritt wollten die Wissenschaftler wissen, ob eine längere obligatorische Schulpflicht die Einkommenschancen im späteren Leben erhöht. Ja, war die Erkenntnis: Buben, die ein Jahr länger zur Schule gingen als der Schnitt, verdienten als Erwachsene 9 Prozent mehr.

Es müssen zehn oder mehr sein

Während der Untersuchung stiessen die Forscher auf ein weiteres Resultat: Die Gruppe der Buben mit dem Extra-Schuljahr verdienten sogar 21 Prozent mehr als der Rest, wenn in ihrem Haushalt mehr als zehn Bücher vorhanden waren. Es mussten aber solche sein, die in keinem Zusammenhang mit der schulischen Ausbildung standen – sprich Bücher, die die Kinder freiwillig lasen.

Der Zusammenhang, dass mit der Anzahl gelesener Bücher auch das spätere Einkommen steigt, konnte in der Studie jedoch nicht hergestellt werden. Der springende Punkt sei, dass die Buben mit mindestens zehn Büchern in ihrem privaten Umfeld aufgewachsen seien, so die Autoren – ob nun mit 50 oder 200 Büchern, spiele keine entscheidende Rolle mehr.

Bücher allein sind nicht ausschlaggebend

Die Forscher betonen aber, dass die Bücher nicht der alleinige Grund für den höheren Lohn seien. Kinder, die mit Büchern aufwachsen, hätten mehr Chancen, etwas übers Leben und das Universum zu lernen. «Aber es liegt auch nahe, dass in Haushalten mit vielen Büchern die kulturellen und sozioökonomischen Vorteile ohnehin schon stärker sind», sagt Studienautor Guglielmo Weber.

Für die Studie befragten die Forscher Männer im Alter zwischen 60 und 96 in mehreren europäischen Ländern wie Österreich, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, Holland und Schweden.

Welche Bücher haben Sie als Kind am liebsten gelesen? Verraten Sie es uns im Kommentarfeld.

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