Junioren im Fussballfieber müssen oft auf Wartelisten

Aktualisiert

Junioren im Fussballfieber müssen oft auf Wartelisten

Die Fussball-
Euphorie hat auch
seine Schattenseite:
Wegen des grossen
Andrangs stossen die
Klubs vermehrt an ihre
Kapazitätsgrenzen.
Vor allem beim FCZ.

Spätestens seit die FCZ- Spieler Raffael und Cesar den brasilianischen Fussballzauber in den Letzigrund brachten, grassiert in Zürich das Fussballfieber. Und längst geniesst der Stadtklub auch bei den Kleinsten Kultstatus, was insbesondere die Juniorenverantwortlichen zu spüren bekommen.

Bei Marco Bernet, Projektleiter Letzikids, landen wöchentlich 10 Anfragen auf dem Tisch, doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. «Alle wollen beim FCZ spielen, nicht nur Stadtkids, auch Kinder aus der Region, doch mehr als 150 jährlich können wir nicht aufnehmen», sagt Bernet. Häufig seien es auch die Eltern, die vom Ehrgeiz getrieben ihre Kinder sogar schon mit 4 Jahren auf die Warteliste setzen lassen wollen. Aufgenommen würde sie jedoch erst mit sechs Jahren. Auch Erzrivale GC wird von Anfragen überhäuft.

Die Fussballeuphorie bringt derweil aber auch die regionalen Klubs an ihre Kapazitätsgrenzen. «Wegen des grossen Ansturms führt heute bald jeder Verein eine Warteliste», sagt Roman Hangartner vom Fussballverband Region Zürich. Ein weiter Grund sei auch der enorme Zulauf der Mädchen. Hangartner: «Während der Euro 08 wird sich der Andrang wohl noch verstärken.»

Romina Lenzlinger

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