Junkies: Vom Fixerstübli ins Altersheim

Aktualisiert

Junkies: Vom Fixerstübli ins Altersheim

Das Zürcher Sozialdepartement eröffnet im Oktober ein Altersheim für ältere Randständige und reagiert so auf die wachsende Zahl alter obdachloser Junkies.

Das Gebäude im Zürcher Selnauquartier wird für rund 1,5 Millionen Franken umgebaut. Entstehen soll ein komplett rollstuhlgängiges Wohnheim mit 20 Zimmern. Das Angebot richtet sich an sozial randständige Personen, die wegen ihres Alters eine intensivere Betreuung beansprechen und wegen ihrer Drogenabhängigkeit nicht in ein normales Pflegeheim integrierbar sind.

Laut einem Bericht des «Tages-Anzeigers» reagiert die Stadt Zürich nicht zuletzt auf die Tatsache, dass dank besserer Betreuung heutzutage chronische Drogenkonsumenten länger überleben als noch in den 60er und 70er-Jahren. Laut Rolf Schuppli, Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen und Obdach, können derzeit Drogenabhängige über 50 Jahre alt werden, einige gar über 70.

«Die Leute in der Notschlafstelle und im Bewo werden älter, viele brauchen mehr Pflege, andere wollen mehr Ruhe, oder sie haben ein Gebresten und sind auf einen Lift angewiesen», sagt Schuppli. Das neue Projekt fülle eine Lücke zwischen dem Begleiteten Wohnen und einem Alters- oder Pflegeheim. Der jährliche Betriebsaufwand wird sich auf 600 000 Franken belaufen.

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