Jura erlässt Rauchverbot für Staatsangestellte im Freien
Aktualisiert

Jura erlässt Rauchverbot für Staatsangestellte im Freien

Der Kanton Jura prescht beim Nichtraucherschutz vor: Auch die draussen beschäftigten Staatsangestellten dürfen ab sofort während der Arbeit nicht mehr rauchen.

Im Kanton Jura weht den rauchenden Staatsangestellten ab sofort ein rauer Wind entgegen: Auch für die draussen arbeitenden Strassenkehrer, Werkarbeiter und Gärtner gilt seit Montag ein striktes Rauchverbot während der Arbeit. «Meine Mitarbeiter profitieren von einer halbstündigen Pause am Morgen, die sie zum Rauchen nutzen können», sagte Jean Bianchi, Chef der jurassischen Strassenwärter, gegenüber der Zeitung «Le Matin».

Durch diese Ausweitung des Rauchverbots sollen alle Staatsangestellten gleich behandelt werden. Für den Chef des kantonalen Naturschutzes, Jean-Pierre Meusy, ist die Neuerung ein Segen: «Das Verhalten ändert sich allmählich. Die Leute, die draussen arbeiten, akzeptieren diese Restriktion gerne.»

Mit ihrem Vorpreschen stehen die Jurassier bis anhin alleine da. «Wir haben kein solches Verbot, wir appellieren an den gesunden Menschenverstand unserer Angestellten», so Jacqueline Keller von der Aargauer Kantonsverwaltung. Auch in Zürich, Basel-Stadt und in St.Gallen hält man sich vorläufig zurück: «Bei Arbeiten im Freien sehe ich kein Gesundheitsrisiko des Passivrauchens», meint Tino Bentele vom Personalwesen des Kantons St.Gallen.

Reza Rafi

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