Jurist beleidigte Mohammed als Pädophilen: Drei Monate Knast
Aktualisiert

Jurist beleidigte Mohammed als Pädophilen: Drei Monate Knast

Ein 46-jähriger Jurist aus Freiburg muss wegen pauschaler Pädophilie-Vorwürfe gegen Muslime und Amtsträger aus Freiburg für drei Monate ins Gefängnis.

Der einschlägig Vorbestrafte wurde der Verleumdung und Rassendiskriminierung schuldig gesprochen, wie Untersuchungsrichter Jean-Luc Mooser am Montag bekannt gab.

Der Verurteilte hatte sich mit zwei zwischen vergangenem Dezember und März verbreiteten Traktaten rund zehn Strafklagen eingehandelt. In einer «satirischen Revue über den Islam in Freiburg» hatte er den Propheten Mohammed als Pädophilen dargestellt. Dabei unterstellte er, dass diese Perversion Teil der kulturellen Tradition des Islam sei. Weiter behauptete er, die Muslime in Freiburg behandelten ihre Kinder wie Vieh und zögerten nicht, sie an Perverse zu verkaufen, wie der Untersuchungsrichter darlegte. Im zweiten Text hatte der Mann einer marokkanischen Frau vorgeworfen, ihre Tochter zu missbrauchen und sie unter dem Schutz der Polizei, der Justiz und der Sozialdienste zur Prostitution zu zwingen.

Nachdem der in Freiburg wohnhafte St. Galler bereits im vergangenen Februar für ähnliche Texte eine 30-tägige Gefängnisstrafe auf Bewährung erhalten hatte, verurteilte ihn der Untersuchungsrichter nun am (vergangenen) Dienstag zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von drei Monaten. Der Verurteilte kann innert 30 Tagen Rekurs einreichen. (dapd)

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