Aktualisiert 05.03.2008 07:23

Juschtschenko fordert neue Gas-Verhandlungen

Im Gasstreit mit Russland hat der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko Ministerpräsidentin Julia Timoschenko aufgefordert unverzüglich Verhandlungen mit dem russischen Energiekonzern Gazprom aufzunehmen.

«Das wichtigste sind jetzt ganz schnelle Verhandlungen», teilte er Timoschenko in einem Telefonat mit, wie es in einer Mitteilung des Präsidentenpalastes am Dienstag hiess. Der im Februar abgeschlossene Vertrag sei «mangelhaft und unzureichend».

Gazprom rief die Führung in Kiew zu einer schnellen Einigung im Konflikt auf. «Wir appellieren an die ukrainische Seite, die Verhandlungen sofort wieder aufzunehmen», teilte ein Gazprom- Sprecher am Dienstagabend in Moskau mit.

Im Gasstreit mit der Ukraine hatte Russland die Lieferungen an sein Nachbarland halbiert. Dabei geht es um die Bezahlung von Schulden des ukrainischen Gaskonzerns Naftogaz an Gazprom. Gazprom fordert umgerechnet fast 400 Millionen Euro.

Die ukrainische Regierung gibt an, einen Teil der Schulden gezahlt zu haben, und beschuldigt die russisch-ukrainischen Zwischenhändler UkrGazEnergo und RosUkrEnergo, die Überweisungen zu blockieren. Timoschenko hatte im Februar mit Gazprom über die Zahlungsmodalitäten verhandelt.

(sda)

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