Juso: Bei Plakaten setzen die SBB ungleiche Massstäbe an
Aktualisiert

Juso: Bei Plakaten setzen die SBB ungleiche Massstäbe an

Die Juso fühlen sich ungerecht behandelt: Die SBB zensurierten ein Juso-Plakat, während die Junge CVP an den Bahnhöfen einen nackten Hintern zeigen darf.

von
Deborah Rast

Das Plakat der Juso zur Hanfinitiative, auf dem ein Jugendlicher dem Betrachter den Stinkefinger zeigt, war den SBB zu provokativ: «Eine solche Geste wollen wir unseren Kunden nicht zumuten, sie könnten sich beleidigt fühlen», erklärt Roland Binz, Mediensprecher der SBB. Die Juso mussten den Stinkefinger wegretouchieren, nun schwingt der junge Mann nur noch die Faust. «Unfair», sagt dazu Juso-­Präsident Cédric Wermuth. Denn: Auf einem Plakat der jungen CVP, das derzeit auf denselben E-Boards gezeigt wird, ist ein nackter Hintern zu sehen – unzensiert. «Auf den E-Boards ist tagtäglich sexistische Werbung zu sehen, aber das scheint okay zu sein.»

Die angeblich bevorzugte Junge CVP leistet Wermuth sogar Schützenhilfe: «Eine Jungpartei sollte die Freiheit haben, ein Plakat nach ihren Wünschen gestalten zu können – auch wenn es provoziert.»

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