Aktualisiert 11.06.2008 21:41

AppenzellJuso-Demo: Polizei hatte Bedenken wegen Chaoten

Anlässlich ihrer Gründung veranstalteten die Juso AR eine Demo in Herisau. Sie mussten zuvor versichern, friedlich und ohne Vermummung zu demonstrieren.

von
Annette Hirschberg

Es war wohl eine der ersten Demonstrationen überhaupt im ländlichen Appenzell Ausserrhoden: Gestern Abend fand in Herisau im Rahmen der Gründungsfeier der Juso Appenzellerland eine Mini-Kundgebung gegen die Steuerpolitik im Kanton statt. Die Jungsozialisten wollten mit der ungewöhnlichen Aktion die Ernsthaftigkeit des Themas unterstreichen. Bei der Kapo Appenzell Ausserrhoden begegnete man dem Vorhaben zunächst mit grossem Misstrauen. «Wir mussten versichern, dass wir keine Chaoten sind und weder vermummt noch in Art des Schwarzen Blocks erscheinen», so Organisator und Gründungsmitglied Yves Noël Balmer.

Dabei hätte sich wohl eher die Handvoll Demonstranten vor Übergriffen fürchten müssen. Eine Juso-Kundgebung im Glarnerland vor einem Jahr wurde nämlich von einer Gruppe Rechtsradikaler überfallen. So eine Attacke befürchtete diesmal aber niemand. «Unsere Verkehrspolizei war präsent, erwartete aber keine Probleme», so Kapo-Sprecher Willi Moesch. Bei Bedarf hätte man schnell weitere Patrouillen aufbieten können.

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