03.07.2019 19:57

«Wir erobern die Schweiz»

Juso rufen auf dem Rütli den Aufstand aus

Vom Rütli aus möchten die Jungsozialisten die Schweiz erobern, um im Herbst die stärkste Jungpartei zu werden.

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mm
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Auf dem Rütli hat sich die Spitze der Juso noch nie versammelt: Am Mittwochvormittag lancierte die Jungpartei am Ort, der symbolisch für die Gründung der alten Schweiz steht, ihren Wahlkampf.

Auf dem Rütli hat sich die Spitze der Juso noch nie versammelt: Am Mittwochvormittag lancierte die Jungpartei am Ort, der symbolisch für die Gründung der alten Schweiz steht, ihren Wahlkampf.

Juso
Das Rütli soll nun auch Symbol für die neue Schweiz werden, so das Ziel der Jungsozialisten. «Von hier aus erobern wir die Schweiz», sagte Noch-Parteipräsidentin Tamara Funiciello.

Das Rütli soll nun auch Symbol für die neue Schweiz werden, so das Ziel der Jungsozialisten. «Von hier aus erobern wir die Schweiz», sagte Noch-Parteipräsidentin Tamara Funiciello.

Juso
«Wir haben genug von rechter Hetze und von geschlossenen Grenzen. Wir lancieren hier den Aufstand! Denn wir sind der Widerstand!», so Funiciello.

«Wir haben genug von rechter Hetze und von geschlossenen Grenzen. Wir lancieren hier den Aufstand! Denn wir sind der Widerstand!», so Funiciello.

Juso

Hier hat sich die Spitze der Juso noch nie versammelt: Am Mittwochvormittag lancierte die Jungpartei am Ort, der symbolisch für die Gründung der alten Schweiz steht, ihren Wahlkampf. Das Rütli soll nun auch Symbol für die neue Schweiz werden, so das Ziel der Jungsozialisten. «Von hier aus erobern wir die Schweiz», sagte Noch-Parteipräsidentin Tamara Funiciello.

«Genug von Superreichen und Grosskonzernen»

Die Partei habe «genug von Abschottungspolitik und Abbau, von der Selbstbedienungsmentalität der Superreichen und Grosskonzernen und ihren Handlangern SVP, FDP und GLP», sagte Funiciello vor ihren Parteikollegen. «Wir haben genug von rechter Hetze und von geschlossenen Grenzen. Wir lancieren hier den Aufstand! Denn wir sind der Widerstand!»

«Feministisch. Konsequent. Für die 99 Prozent»

Die Juso möchten diesen Herbst stärkste Jungpartei werden. Das Resultat an der Urne sei wichtig, aber noch wichtiger sei, dass sich wirklich etwas verändere, so Funiciello. Dafür brauche es weiterhin Druck von den Bewegungen auf der Strasse.

Mit ihrer 99%-Initiative wollen sie eine gerechtere Besteuerung für Superreiche erreichen und das Geld der AHV, Krippenplätzen und Prämienverbilligungen zukommen lassen. Weiter setzt sich die Partei laut eigenen Angaben für eine «feministische und solidarische Zukunft» ein. Die Klimakrise soll ebenfalls im Zentrum stehen.

Die vier stärksten Parteien haben Wahlkampf bereits lanciert

Die SVP hat ihren Wahlkampf bereits im März an einem weniger symbolträchtigen Ort, einem Parkplatz in Aarwangen BE, lanciert. Sie will mindestens einen Sitz im Ständerat gewinnen und ihre 65 Sitze im Nationalrat halten. Ihre Hauptthemen sind die Steuerung und Kontrolle der Zuwanderung und die Entlastung des arbeitenden Mittelstandes. Die Partei setzt sich zudem gegen eine institutionelle Anbindung an die EU ein.

Der Wahlkampfauftakt der FDP fand bereits im Februar in Aarau statt, wo ein mehrtägiges Wahlkampf-Trainingscamp stattfand. Das Ziel für den Wahlherbst: Gewinnen und die SP überholen. Die FDP setzt dabei auf eine «auf die Zukunft gerichtete, fortschrittliche Heimat» und eine «liberale Zukunftsvision».

Die CVP lancierte ihren Wahlkampf am vergangenen Samstag im Rahmen ihres Sommerparteitags. Die CVP wolle als «echte Volkspartei der Polarisierung mit einer starken Mittepolitik die Stirn bieten und damit die Schweiz zusammenhalten». Sie setzt auf die Themen Gesundheit, Europa, Klima, Wirtschaft, Sozialversicherungen und Migration.

Die erste in der Runde war jedoch die SP, die bereits Mitte Januar alle Interessierten auf den Berner Waisenhausplatz einlud, um ins neue Wahljahr zu feiern. Die Partei wolle im Herbst die «rechtsbürgerliche Mehrheit im Parlament brechen». Dabei setzt die SP auf Themen wie Begrenzung der Krankenkassenprämien, Arbeit und Ausbildung für alle, konsequente Gleichstellung von Mann und Frau und keine Investitionen mehr in Erdöl.

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